Band: ASPERATUS
Album: Shrines Of Human Waste
Genre: Technical Death Metal
Label: Mad Lion Records
Trackliste:
01. Intro
02. Decades of Deceitful Faith
03. Age of Lunacy
04. Blood Will Define Their Fate
05. Absence of God
06. Throne of Emptiness
07. Hell to Follow
08. Fall
09. Extinction

ASPERATUS ist ein Technical Death Metal-Vertreter aus Polen. Gegründet wurde die Band bereits 2012 in der Metropole Krakau. 3 Jahre danach folgte mit der EP Warped Reality das erste Release. 2020 erschien mit Sanctified State Of Decay (–> Review) die zweite EP der Polen. Im Mai 2026 erschien das lang erwartete Debut-Album mit Titel Shrines Of Human Waste über das polnische Label Mad Lion Records. Der Silberling wurde mit 9 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für ca. 33 Minuten.
Das Intro zu Beginn wirkt noch recht harmonisch und versprüht epische Atmosphäre und lässt noch nicht erahnen, worauf man sich in der folgenden halben Stunde einstellen muss. Nach knapp 1,5 Minuten startet dann der erste Track „Decades of Deceitful Faith“ und man bekommt von der ersten Sekunde an druckvollen Death Metal serviert. Wer jedoch glaubt, dass die Polen nur wild drauf los prügeln, hat sich definitiv getäuscht. Zu den technisch affinen Riffs gesellen sich immer wieder auch harmonische Passagen, die für eingängige Momente sorgen. Das Hauptaugenmerk liegt hörbar auf einer technischen Performance, die durch tiefe Growls und Screams untermalt werden. Der Sound gibt keinen Anlass zur Kritik, ist sehr klar und es sind alle Details sehr gut wahrnehmbar. Einen Ticken eingängiger wirkt die Performance im dritten Titel „Age of Lunacy“. Durch die treibende Gitarrenarbeit mit groovigen Riffs kann man den Zuhörer immer wieder ein Kopfnicken entlocken. In ähnlicher Manier zelebriert das Quintett auch im darauf folgenden „Blood Will Define Their Fate“. „Absence of God“ bietet dann wieder mehr technische Anleihen, wirkt dadurch wieder etwas komplexer und ist somit weniger eingängig als seine Vorgänger. Wie zu erwarten, bekommt die Performance im Albumverlauf immer mehr Abnutzungserscheinungen. Dies ist den ähnlichen Song-Strukturen geschuldet. So verliert man trotz aller Bemühungen zum Ende hin die Aufmerksamkeit des Zuhörers. Zusammengefasst erhält man von ASPERATUS ein solides Genre-Werk, das durchaus zu gefallen weiß, aber nicht vor Innovation strotzt.

Fazit:
ASPERATUS liefern auf ihrem Debut-Album Shrines Of Human Waste eine ansprechende Technical Death Metal-Performance ab. Mit dem Mix aus technisch affinen Riffs und groovigen Passagen können sie den Zuhörer immer wieder fesseln und mitreißen. Auf Grund der ähnlichen Songstrukturen bekommt die Darbietung im Albumverlauf leichte Abnutzungserscheinungen. Mit etwas mehr Mut zum Risiko wäre hier definitiv noch mehr möglich gewesen. So geht man auf Nummer sicher und kann sich nicht aus der breiten Masse abheben.
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
