ORCHID THRONE – Buried In Black (2026)

 

Band: ORCHID THRONE
Album: Buried In Black
Genre: Melodic Death/Gothic/Doom Metal

Trackliste:
01. Dreamworld
02. Ephemerality
03. What Defines Us
04. Moonlight Revelry
05. Guilt
06. Breath Of Autumn
07. With Promise

Laut den Metal-Archives ist der hinter ORCHID THRONE stehende Nicholas Bonsanto aus Baltimore, Maryland aktuell in ganze 5 Bands und Projekte involviert. Die musikalische Bandbreite erstreckt sich  dabei von Black- über Symphonic-Metal bis hin zu Progressive-Folk-Metal. Irgendwie hat er trotzdem noch Zeit für ein melodisch-düsteres Soloprojekt gefunden.

Man hört dem ersten Full Length-Release von ORCHID THRONE von der ersten Sekunde weg an, dass der Musiker weiß was er tut. Stilistisch bewegt er sich zwischen Melodic-Death und Gothic-Metal, wie es Mitte der Neunziger haufenweise bessere und schlechtere Bands in diesem Fahrwasser gegeben hat. Der mit reichlich Hall versehene klagende Cleangesang zwischen den gegrowlten Passagen erinnert schon sehr verdächtig an eine gewisse Band aus West Yorkshire. Nur sind die Nummern insgesamt etwas flotter und für sich gesehen auch handwerklich gut gemacht, außerdem abwechslungsreich zwischen intensiv und atmosphärisch, aber eben alles schon dutzende Male so ähnlich gehört.

Aufhorchen muss ich nur bei Track 4 „Moonlight Revelry“, Trommeln und Flöten im Intro hätte ich nicht erwartet und der Gesang klingt im Vergleich schon fast fröhlich. Der Herr spielt halt auch in einer Folkmetal-Band, so sagt man. Auch dieser Song ist pipifein gemacht, aber es passt meines Erachtens nicht so ganz in den Flow dieses Albums.

Mein persönlicher Favorit ist das tieftraurige und hauptsächlich clean gesungene „Guilt“. hier zeigt sich die Stärke des Albums: Gut gemachte düstere Songs, die einfach unter die Haut gehen.

Fazit:
Letztendlich muss jeder selber die Frage beantworten, ob es notwendig ist, dass jedes Musikprojekt oder jedes Album das Rad neu erfindet. Kann man Musik auch gut finden, wenn sie schon Dagewesenes einfach neu interpretiert und fortsetzt? Wer diese Frage mit ja beantwortet und auf den alten Düsterkram von vor 30 Jahren steht, sollte hier zumindest mal reinhören.

Punkte:

Autor: Lisa T.