ORBSTRUCT – Ostracism (2025)

Band: ORBSTRUCT
Album: Ostracism
Genre: Death Metal

Trackliste:
01. Gathering The Seeds Of Own Suffering
02. Hive
03. Ostracism
04. Ice Insulation
05. Sunflowers On Our Fields
06. Hate Us
07. Fakel viyny
08. R.I.P.
09. Only You And I

ORBSTRUCT ist eine Death Metal-Band, die ursprünglich 2016 in der Ukraine gegründet wurde. Auf Grund des Krieges ist die Gruppe mittlerweile in Polen beheimatet. Nach den zwei Longplayern Phobos Rising (2019) und Deimos Falling (2021), veröffentlichte das Vierer-Gespann im Oktober 2025 sein drittes Werk Ostracism. Die Scheibe beinhaltet 9 Tracks und bietet todesmetallische Unterhaltung für 38 Minuten und 34 Sekunden.

Eingeleitet wird das Album von dem Intro „Gathering The Seeds Of Own Suffering“, das eine beklemmende Atmosphäre erzeugt. Gefühlt hätte ich mir in der Folge ein Schlagzeug-Gewitter mit brachialem und rasantem Death Metal erwartet, aber man wird gleich im ersten Song „Hive“ überrascht. Geboten wird Death Metal im Mid-Tempo, groovige Riffs und richtig fette Growls, wie ich sie schon lange nicht mehr gehört habe. Der Sound ist richtig fett abgemischt und somit ist alles für eine Headbanger-Party angerichtet. In die selbe Kerbe schlägt auch der darauf folgende Titel-Track „Ostracism“. Auch hier bedient man sich mitreißender Gitarrenarbeit und bleibt dem vorherigen Tempo treu. Erst gegen Ende der Nummer schraubt man kurzzeitig die Geschwindigkeit höher und zeigt, dass man sich auch in höheren Gefilden wohlfühlt. In „Ice Insulation“ ändert sich nichts Wesentliches an der Performance der ukrainischen Dampfwalze. Erst im sechsten Song „Sunflowers On Our Fields“ zeigt man phasenweise ein etwas aufgefrischtes Gesicht und kann immer wieder mit schnelleren Parts für frischen Wind sorgen. Diese Abwechslung war dringend notwendig, da man schon Gefahr lief, zu monoton zu klingen. Dies dürfte auch den Jungs bewusst gewesen sein, denn auch in „Hate Us“ versucht man dieser neuen Linie treu zu bleiben, um den Zuhörer bei Laune zu halten. Der siebente Track „Fakel Viyny“ ist mit ca. 6,5 Minuten Spielzeit der längste Titel auf dem Album. Hier agieren ORBSTRUCT wesentlich melodischer und kombinieren diese eingängigen Töne mit groovigen Salven. Diesmal fließt auch vermehrt fieses Gekeife, das man zuvor nur selten hörte, mit ein. Trotz dieser Laufzeit ist diese Nummer das bisherigen Highlight des Albums. Die abschließenden beiden Songs „R.I.P.“ und „Only You And I“ könnten unterschiedlicher nicht sein. Erstgenannter Titel ist eher Mittelmaß und kann keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das letztgenannte Werk bietet viele neue Facetten, hat wieder schnellere Parts enthalten und kann das Album würdig abrunden.

Fazit:
ORBSTRUCT liefert auf ihrem Album Ostracism groovigen Death Metal im Mid-Tempo und überrollt die Hörerschaft wie eine Dampfwalze. Leider sind einige der Songs zu ähnlich aufgebaut und erst in der Mitte des Albums kann man für neue Impulse sorgen. Trotzdem ein heißer Tipp wenn man ordentlich abschädeln will!

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll