NUCTEMERON – Demonic Sceptre (2026)

Band: NUCTEMERON
Album: Demonic Sceptre
Genre: Black/Thrash Metal
Label: I Hate Records

Trackliste:
01. Fresh Blood For The 13th Coffin
02. The Bat
03. After Violent Storm
04. Under Devil’s Command
05. Fuck Off!!! (In The Name Of Evil)
06. Burn My Skin To Leather
07. Rape From The Grave
08. Metallic Thunder
09. Brandish The Hammer Of Hell
10. Angel Dust (Venom Cover)

Stellt euch vor ihr betretet eine düstere Katakombe aus den 80ern, wo die Wände mit verrosteten Nieten gespickt sind und der Boden nach altem Leder riecht. Willkommen zur deutschen Blackened Speed Metalband NUCTEMERON, deren Album Demonic Sceptre sich anfühlt, als hätte man es direkt aus den Händen eines besessenen Hexenmeisters entrissen. 

Sie leben die Achtziger. Wie VENOM stehen sie halbnackt in Nieten und schwarzem Leder auf der Bühne und singen über Schwarze Magie, sexuelle Rituale und Hexerei. An Nostalgie sind sie nicht zu übertrumpfen, denn sie studierten SODOM und ließen sich von deren Song „Obsessed by Cruelty“ zu ihrem Bandnamen inspirieren. Ihre Musik ist ein Potpourri aus schnellen Speed-Metal-Riffs, blasphemischen Black-Metal-Themen und Heavy-Metal-Melodien. NUCTEMERON bieten keine Live-Show, sondern lassen dich den wahren Black Witching Blitz Metal of Satan spüren. 

Auf die 40-minütige Adrenalinbombe hört sich nicht nur nach Nostalgie der Achtziger an, sondern sieht auch so aus. Das Ölgemälde-Cover trieft vor 80er-Ästhetik – Dämonen im Feuer, Totenschädel im Blutregen – als hätte ein Satanist die Hölle auf Leinwand gebannt.

Das Album ist ein einziger Fiebertraum auf Speed. Es werden Gitarrenriffs im Höllentempo gespielt, giftige Kreischtiraden gesungen und in Trommeln gedroschen, bis das Fell zerreißt. Im Intro „Fresh Blood For The 13th Coffin“ wird man von Regengeräuschen und Horrorfilmmusik eingestimmt. Danach gibt es Schreiattacken in „Fuck Off!!! (In the Name of Evil)“ und dreckige Rock’n’Roll-Stimmung auf Koks in „Angel Dust“

NUCTEMERON jagen ihre Musik mit der Energie eines Besessenen voran – als würde ein Irrer mit einem Messer um sich schlagen und jeden Riff wie einen tödlichen Stich setzen. Doch manchmal schneiden sie sich ins eigene Fleisch: In „Rape From The Grave“ wirbeln die Soli so wild umher, als hätte der Gitarrist seine Finger in einen Fleischwolf gesteckt. Nicht gespielt, sondern zerfetzt – aber verdammt unterhaltsam.

Fazit:
SODOM-isten und Nieten- und Lederfans werden in NUCTEMERON einen neuen Meister des Blackened Speed Metal sehen. 

Punkte:

Autor: Julian Dürnberger