Band: HEL
Album: The Serpents Call
Genre: Black Metal
Label: Schattenkult Produktionen / Blutmondsphaeren
Trackliste:
01. Under the Serpents Sign
02. Black Hearts
03. Circle of Chaos
04. Possession
05. Tempter
06. Luciferian Cult
07. Curse
08. Necromantic Nightmare
09. His Cold Breath
10. Lightbringer

In der nordischen Mythologie verkörpert Hel die Herrscherin über das Totenreich Niflheim – eine halb lebendige, halb tote Gestalt, die über die Seelen derer wacht, die nicht im Kampf starben. Ihre Welt, oft als düster und nebelverhangen beschrieben, ist ein Ort der Stille und des Übergangs. Diese Bezeichnung trifft wohl auch auf das einstige Nebenprojekt von Nissen zu. Seinerzeit brachte er mit HEL eine Demo sowie eine EP unter diesem Projekt hervor, das ist nun gute 11 Jahre her. Schattenkult und Blutmondsphaeren haben sich nun ein schwarzes Herz gefasst und diese beiden Erzeugnisse als Compilation unter dem Namen The Serpents Call veröffentlicht.
Vorab – ob es sich auch um eine Restauration der Stücke handelt, kann ich nicht sagen. Allerdings ist die Qualität durchwegs gut. Und bevor die Puristen jetzt wieder Hautausschlag bekommen, die Rohheit der Stücke ist immer noch da und hörbar. Zurück zur Musik von HEL. Nissen spielte hier rotzigen Schwarzmetall in welchem er immer wieder auch leicht atmosphärische Passagen mit eingebracht hat. Diese halten sich aber überwiegend in Grenzen, damit die Rohheit gewahrt bleibt. Namentlich wären das Stücke wie „Tempter“ oder „Black Hearts“. Auch Freunde von melodischen Passagen kommen auf ihre Kosten wie bei „Luciferian Cult“. In diesem Zusammenhang sei auch noch das Stück „Curse“ genannt, welches komplett Instrumental dargeboten wird und als „Verschnaufpause“ genutzt werden kann.

Fazit:
Ein Fazit zu Compilations ist immer so eine Sache, da die Musik auf jener ja schon, für den ein oder anderen, bekannt sein dürfte. Auch die Frage nach „Wurden denn wirklich die Stücke genommen, die einen Künstler am besten in seinen Schaffensphasen repräsentieren?“ – hier klar mit Ja zu beantworten, denn es sind alle Stücke von HEL enthalten. Kurz und knapp, wer auf rohen, satanistischen Schwarzmetall der frühen 2000er steht, macht hier nichts falsch.
Punkte:
Autor: Julian Gabelunke
