GOHOLOR – Locus Damnatorum (2026)

 

Band: GOHOLOR
Album: Locus Damnatorum
Genre: Black/Death Metal

Trackliste:
01. Demonical Redemption
02. Black Rising Suffering
03. Divine Blood Invocation
04. Last Groan Devoured by Death
05. Ominous Delusion
06. Embraced by Demons Spell
07. Nihilistic Torments

GOHOLOR ist eine Black/Death Metal-Formation aus der Slowakei. Gegründet wurde die Band im Jahr 2010. Trotz ihres langjährigen Bestehens stand in der Diskografie bisher nur die EP In Saecullis Obscuris zu Buche. Dies änderte sich im Mai 2026 und die Slowaken veröffentlichten mit dem vorliegenden Werk Locus Damnatorum ihr langerwartetes Debut-Album. Der Silberling wurde mit 7 Tracks bestückt und bietet düstere Unterhaltung für 38 Minuten und 20 Sekunden.

GOHOLOR verschwenden keine Zeit mit einem Intro und legen gleich im ersten Track „Demonical Redemtion“ druckvoll los. Der Sound ist im Vergleich zur EP an allen Fronten verbessert und so bekommt man wuchtigen und klaren Sound serviert. Dies kommt dem Mix aus brachialem Death und melodischen Black Metal-Passagen sehr zu Gute da alle Details gut wahrnehmbar sind. Gesanglich setzt man auf tiefe Growls und giftige Screams und kann so für zusätzliche Abwechslung sorgen. Die Slowaken erweisen sich im Opener als sehr spielfreudig und können damit den Zuhörer für sich gewinnen. In ähnlicher Manier agiert das Quartett auch im zweiten Titel „Black Rising Suffering“. Auch hier kann man vor allem durch die melodischen Passagen für gute Stimmung sorgen. Gerade die Mid-Tempo-Parts sorgen für ein eingängiges Hörerlebnis und können sich gut im Gehörgang festsetzen. Auch in der dritten Nummer „Divin Blood Invocation“ beginnt man wie von der Tarantel gestochen und man hat den Anschein, dass GOHOLOR einiges nachzuholen haben und die lange Wartezeit auf ein Album vergessen machen wollen. Das Bemühen ist zwar lobenswert aber es beschleicht einem schnell das Gefühl, dass der Aufbau sehr ähnlich ist und daher verliert man als Zuhörer schon sehr früh den Überblick. Erst im vierten Werk scheint man dies selbst erkannt zu haben und so bekommt man in „Last Groan Devoured by Death“ eine für GOHOLOR-Verhältnisse schleppende Performance zu hören. Dies bringt zwar nötige Abwechslung, nur ist der Song mit ca. 8,5 Minuten Laufzeit viel zu lange ausgefallen. Auch wenn sich die Slowaken hörbar Mühe geben, um die Spieldauer rechtzufertigen, wären wohl 5 bis 6 Minuten auch mehr als ausreichend gewesen. Dann kehrt man wieder zu anfänglichen Verhaltensmustern zurück und zelebriert wieder rasanten Melodic Black/Death Metal und behält diese Gangart bis zum Ende bei. Würde man jeden Song alleine bewerten, würde die Bewertung besser ausfallen. So wirkt die Darbietung etwas zu gleichförmig. Zusammengefasst bleibt ein mehr als solides Debut-Album, das Fans des melodischen Black/Death Metal durchaus überzeugen kann, auch wenn es öfters an nötiger Abwechslung fehlt.

Fazit:
GOHOLOR liefern mit Locus Damnatorum ein solides Debut-Album ab. Jeder Song für sich weiß zu gefallen und kann durch einen guten Mix aus brachialem Death – und melodischen Black Metal-Parts punkten. Gesamt betrachtet wirkt die Performance durch ähnliches Songwriting aber zu gleichförmig. Man sollte hier aber definitiv ein Ohr riskieren da die Slowaken viel Potential aufblitzen lassen.

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll