Band: FLAGELO
Album: Insaciable
Genre: Blackened Death Metal
Label: Nuclear Winter Records
Trackliste:
01. Insaciable
02. Viral
03. Rey de Nada
04. Historia Animal
05. Eslabón

FLAGELO ist eine Blackened Death Metal-Gruppe aus Kolumbien. Gegründet wurde die Band 2022 in der kolumbianischen Stadt Cali. Mit der vorliegenden EP Insaciable veröffentlichten die Südamerikaner 2025 ihr erstes Release. Der Silberling wurde mit 5 Tracks bestückt und wird über das griechische Label Nuclear Winter Records vertrieben.
Das Kolumbien kein metaltechnisches Entwicklungsland ist, ist mittlerweile bestens bekannt und so kommen immer wieder Extreme Metal-Perlen zum Vorschein. Bleibt natürlich abzuwarten ob FLAGELO genau so ein Lichtblick im düsteren Himmel ist. Der Opener und zugleich Titel-Track „Insaciable“ ist gleich ein erster Richtungsweiser. Man bekommt anfänglich eher zähnen aber doch irgendwie groovigen Death Metal geboten. Dieser wird begleitet von tiefen Growls, die gut mit der beklemmenden Atmosphäre harmonieren. Nach etwas mehr als einer Minute nimmt die Performance ordentlich Fahrt auf und die Südamerikaner beweisen, dass sie sich in diesen Gefilden auch sehr wohl fühlen. Zu diesem Zeitpunkt werden auch die Vocals facettenreicher und man bekommt zusätzlich Screams serviert. An der zweiten Stelle starten die Jungs dann in „Viral“ wie von der Tarantel gestochen im High-Speed-Modus. Der knapp 2 Minuten lange Titel kann trotz oder gerade wegen seiner sehr begrenzten Laufzeit durchaus für Begeisterung sorgen. „Rey de Nada“ wird rasant gestartet und nur zwischendurch legt man eine kurze Mid-Tempo-Pause ein. Gesamt gestaltet sich dieser Vortrag leicht progressive und durchaus experimentell. Auch wenn der Song nicht leicht zugänglich ist, weiß er trotzdem zu überzeugen und man darf den Jungs den Mut zum Risiko nicht absprechen. Wesentlich eingängiger und grooviger gestaltet sich dann der vorletzte Track „Historia Animal“. Hier beweist man ,dass man auch ein Händchen für Riffs mit Wiedererkennungswert hat und diese auch gut mit den bereits gehörten Elementen verbinden kann. Für mich definitiv der bisher beste Song auf der EP. Mit dem knapp 8 Minuten langen Titel „Eslabón“ beendet man das erste Release. Man kehrt wieder zu doomigen Klängen zurück und sorgt wieder für notwendige Abwechslung. In diesem Stück sind auch wieder sehr progressive Ansätze zu hören und man zelebriert Blackened Death Metal in seiner Reinkultur. Zusammengefasst muss man den Kolumbianern ein Kompliment für ihr erstes Release aussprechen. Sie können vom Niveau her problemlos mit Genre-Größen mithalten und die Anhängerschaft dieses Stils mit Sicherheit begeistern. Hier kann man auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren.

Fazit:
FLAGELO aus Kolumbien liefern mit ihrer EP Insaciable ein ansprechendes Erstlingswerk ab. Mit progressiven Anleihen, Takt- und Stilwechseln kann man immer wieder für ausreichend Abwechslung sorgen. Fans des schwarz angehauchten Death Metals sollten hier auf jeden Fall mal reinhören!
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
