Band: DISCORDANCE
Album: Viscere
Genre: Ptrogressive/Technical Death Metal
Label: Great Dane Records
Trackliste:
01. Notte
02. Bellezza
03. Abisso
04. Entita
05. Stelle
06. Severing The Veins Of Iniquity
07. Anecdoten Of Voracity
08. By The Riven Of Dissection
09. Exceptionally Bilocated
10. Multiple Orgasm

DISCORDANCE ist eine Progressive/Technical Death Metal-Formation aus Italien. Gegründet wurde die Band 2007 in der Stadt Ferrara in der Region Emilia-Romagna. Zwei Jahre nach der Entstehung, folgte mit der EP Unborn Disease das erste Release der Italiener. Dann dauerte es ganze 8 Jahre bis das Debut-Album In The Shadow Of Leaves auf den Markt kam. 2021 folgte der zweite Longplayer mit Titel Vertex. Die vorliegende EP Viscere erschien im Februar 2026 über das französische Label Great Dane Records. Der Silberling beinhaltet neben 5 aktuellen Tracks auch fünf Tracks der Debut-EP Unborn Disease.
Schon der Opener „Notte“ macht klar, dass diese Jungs viel mehr zu bieten haben als Death Metal bzw. Grindcore. Wüstes Geknüppel steht hier nicht auf der Tagesordnung. Viel mehr legt man Wert auf technisch hochwertige Riffs und ist dabei sehr experimentierfreudig. So fließen zu den technischen Elemente auch immer wieder progressive Anleihen ein. Auch die Vocals von Frontmann Oxe gestalten sich facettenreich und tragen so positiv zum Gesamt-Klangbild bei. Der Sound ist dabei auf hohem Niveau und lässt keine Wünsche offen. Erwähnenswert ist hier auf jeden Fall die hörbar dominante Bass-Spur, die sich sehr positiv in Aktion bringt. Im zweiten Track „Bellezza“ wird man mit Saxophon-Klängen empfangen und auch hier setzt man wieder auf zuvor erwähnte Stärken und kann so den Zuhörer bestens bei Laune halten. Im dritten Song „Abisso“ agieret man ähnlich und man verliert sich zu sehr in Spielereien und dadurch geht der Wiedererkennungswert und die Eingängigkeit immer mehr verloren. Wesentlich melodischer und zugänglicher wirkt dann die vierte Nummer „Entita“. Diesmal setzt man mehr auf Melodic Death Metal-Ansätze und lässt die progressiven und technischen Elemente gekonnt einfließen. Für mich der bisher beste Titel auf der EP. Mit „Stelle“ schließt man offiziell die EP ab. Auch hier präsentieren sich die Italiener in Spiellaune, können aber leider nur streckenweise mit der Performance überzeugen. Man verzettelt sich einfach immer wieder zu oft im Detail und verliert den Spielfluss aus den Augen. Die ebenfalls auf der Disk enthaltenen Tracks der ersten EP sollte man sich schon alleine anhören, um die Entwicklung der Band zu erkennen. In ihrer Anfangszeit waren die Italiener noch wesentlich brachialer unterwegs und frönten auch dem Grindcore-Genre. Zusammengefasst eine durchwegs ansprechende und unterhaltsame EP, die man sich als Genre-Fans auf jeden Fall zu Gemüte führen sollte.

Fazit:
DISCORDANCE verzichten auf ihrem neuesten Werk Viscere auf Grindcore-Einflüsse und widmen sich vermehrt progressivem und technischem Death Metal. Das neue Gesicht steht den Italienern gut, wobei man sich manchmal zu sehr im Detail verliert und die Eingängigkeit flöten geht. Da man als Bonus auch 5 Songs der Debut-EP spendiert bekommt, ist dieses Release definitiv gelungen da man die Entwicklung der Band so hautnah miterleben darf.
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
