CASKET – In The Long Run We Are All Dead (2026)

 

Band: CASKET
Album: In The Long Run We Are All Dead
Genre: Death Metal
Label: Neckbreaker Records

Trackliste:
01. The Will To Comply
02. Highest Thrones
03. Mirrors
04. Seeds Of Desolation
05. Hammer, Knife, Spade
06. Skull Bunker
07. Necrowaves
08. Mainstream Mutilation
09. Fundamental Rot
10. Strangulation Culture
11. Graveyard Stomper

Wie sterben alle, bis dahin feiern wir noch ein wenig CASKET’s neues Album. Das deutsche Trio ist stark von den frühen Neunzigern geprägt und holten sich sowohl vom Metal Mainstream – MOTÖRHEAD, METALLICA und SLAYER –  als auch vom Death-Underground-– MORBID ANGEL, ENTOMBED, GRAVE – Inspiration. Musikalisch sind CASKET tief in den frühen Neunzigern verwurzelt und verkörpern den Death-Metal-Spirit dieser Ära in Bestform.

Anfangs hatte es nur Kassettendemos zu ihnen zu hören gegeben, bis ihr Debüt „Under the Surface“ (1998) erschien. Danach verließ der Bassist die Band und es wurde still um CASKET. Ende der 2000er setzten sie als Trio fort und lieferten alle vier bis fünf Jahre neues Albummaterial.

Im Jänner dieses Jahres haben die Death-Underground-Helden ihre neue Scheibe In The Long Run We Are All Dead veröffentlicht und sind dem Todesmetall so trve wie immer geblieben. CASKET‘s Steckenpferde sind der Gesang und die Dynamik. In „The Will to Comply“ legt der Sänger alias Schorsch gut vor und lässt mit seinem tiefen Grunzen Fischers Stimme (Sänger/ CANNIBAL CORPSE) wie ein schnurrendes Kätzchen dastehen. Was im klassischen Death Metal ebenfalls nicht fehlt, sind das Pfauchen wie in „Highest Thrones“ oder das Stöhnen wie in „Seeds of Desolation“ – Totenklänge, die Metallerherzen höher schlagen lassen. Nostalgische Musik lebt von der Dynamik, besonders nischige Genres wie Old School Death Metal – und CASKET hat sie perfektioniert. Das Trio erfindet das Rad nicht neu, aber nutzt es auf unterhaltsame Weise. Statt endloser, monoton sägender Gitarren setzen sie auf packende Tempowechsel und gezielt eingesetzte Doublebass-Attacken. Als Musterbeispiel dient „Hammer, Knife, Spade“, wo Trommeln kompromisslos geprügelt und Gitarrensaiten geschreddert werden, zu dem es nur eine korrekte Antwort gibt: Headbangen bis zum Schleudertrauma.

Fazit:
CASKET spielen Death Metal der alten Schule und klingen dabei noch so fit wie in den Neunzigern. Es ist ein Muss für Nostalgiker und die Pflichtlektüre für Underground-Neulinge.

Punkte:

Autor: Julian Dürnberger