Band: BLOODRIDE
Album: Deafening
Genre: Thrash Metal
Label: WormHoleDeath
Trackliste:
01. Sardonic Grin (Intro)
02. Kill Without Hate
03. Come in Peace
04. Hindsight Einstein
05. Ashes Remain
06. Holy Simplicity
07. King of Pain
08. The Dark Triad
09. Simply Complicated
10. Death Sentinel
11. Erase and Replace
12. Fear Cage

„BLOODRIDE’s „Deafening“: neues Label, neues Album, neue Attitüde
Die Finnen-Thrasher BLOODRIDE melden sich mit ohrenbetäubendem Krawall zurück. Ein Labelwechsel und 4 Jahre hat es gedauert, bis sie ein Album herausbringen. Deafening heißt ihre neue Scheibe, die vorab schon mit eindrucksvollem Albumcover punktet. Ob sich die positiven Veränderungen auch in der Musik widerspiegeln, wird jetzt einmal unter die Lupe genommen.
BLOODRIDE haben sich um die Jahrtausenderwende gegründet und von da an fleißig an ihrer Musik gearbeitet: zuerst an Demos, EPs und Singles bis 2010 und danach ihre ersten Alben wie Crowned In Hell oder Planet Alcatraz. Ihr erster großer Karriereaufstieg hätte mit dem Plattenvertrag bei Great Dane Records passieren sollen. Da machte ihnen Covid-19 einen Strich durch die Rechnung und die große Europatournee mit SIX FEET UNDER wurde abgesagt. Mit WormHoleDeath Records und ihrem neuen Album Deafening wagen sie jetzt einen Neustart.
Den alten Biss haben BLOODRIDE nicht verloren, aber ein wenig verändert. Ihre Haudrauf-Attitüde wie man sie noch beim Album Idiocrazy hörte, wurde verfeinert. Statt pausenlose Schlagtiraden am Schlagzeug mit wilden Gitarrenriffs gibt es jetzt durchdachte Kompositionen. Das Intro „Sardonic Grin“ bereitet ungewohnt auf das Folgende vor. In den Anfängen der Lieder fallen sie gerne mit der Tür ins Haus und stürzen sich aggressiv in die Songs- man denke hier an „Kill Without Hate“, oder „Holy Simplicity“. Die Highlights bilden aber speziell die Gitarrenriffs. Sei es der Refrain von „Come In Peace“ oder das Intro von „Ashes Remain“, die Gitarrenmelodien klingen erstklassig und bleiben im Gedächtnis. Der Sound ist nach modernen Standards sauber produziert: Gitarren sind satt, das Schlagzeug klingt mächtig. Im Vergleich zum Vorgängeralbum Idiocrazy fällt der Gesang weniger energiegeladen aus. Manche Lieder wie „Holy Simplicity“ hätten mit dem Energielevel von „Hate Of Hatred“ vom Idiocrazy-Album noch mehr Power gehabt. Ob dies an Produktion oder Mastering liegt, ist unklar.

Fazit:
Ein Labelwechsel hat frischen Wind in die Musik von BLOODRIDE gebracht, den man auch spürt. Wer mehr durchdachte Thrash Metalriffs haben will und weniger von der Haudrauf-Attitüde in der Spielweise ist bei Deafening richtig gelandet.
Punkte:
Autor: Julian Dürnberger
