Band: BLACKNING
Album: Awakening Rage
Genre: Thrash Metal
Label: Black Lion Records
Trackliste:
01. Violate
02. Greed And Lies
03. Disfigured Trust
04. Lamb To The Slaughter
05. Never To Be Free
06. Insanity In Power
07. Lax Talionis
08. Vengeance Is Mine
09. Eye For An Eye
10. Unnamed Reality
11. Lies That Blind

Awakening Rage ist das 2023 erschienene, dritte Album der brasilianischen Thrash-Metal-Formation BLACKNING und markiert das Testament einer zum Zeitpunkt des Releases knapp zehnjährigen Bandgeschichte. Wie dieser Meilenstein abschneidet, klären wir im folgenden Review.
Gleich vorweg fällt eines auf: Hier haben wir es mit einer durchweg professionellen Produktion ohne Kompromisse zu tun. Die Instrumente klingen wunderbar brutal und voll, wenn auch etwas blechern – was allerdings durchaus eine bewusste stilistische Entscheidung sein kann. Die Vocals präsentieren sich in bester Manier des modernen Thrash Metal und heben sich klar vom restlichen Mix ab. An der technischen Front brilliert Awakening Rage somit definitiv.
Auch am Songwriting lässt sich kaum etwas Negatives finden. BLACKNING bieten modernen Thrash Metal wie aus dem Bilderbuch und leisten sich spielerisch wie songwriting-technisch keine Schnitzer. Genau das ist allerdings auch die größte Schwäche des Albums: Es arbeitet gefühlt eine „Stricherlliste“ ab, wodurch eine eigene Identität der Band nur schwer auszumachen ist. Diese Vorhersehbarkeit lässt die Scheibe leider etwas langatmig wirken. Wer von modernem Thrash jedoch nicht genug bekommen kann, wird mit Awakening Rage sicher nicht enttäuscht – allzu viel Neues sollte man allerdings nicht erwarten.

Fazit:
Awakening Rage bietet technisch versierter und professionell produzierter Thrash Metal nach Lehrbuch – ohne dabei große Überraschungen zu bieten. BLACKNING beherrscht das Handwerk meisterlich, bleibt aber in konventionellen Mustern stecken und entwickelt keine eigene Identität. Für Thrash-Metal-Enthusiasten ein solides Album, das unterhalten wird, aber nicht in Erinnerung bleibt.
Punkte:
Autor: Georg Günthör
