BEHIND THE RAILS – Digital Detox (2026)

Band: BEHIND THE RAILS
Album: Digital Detox
Genre: Death Metal

Trackliste:
01. Juxtaposition
02. Missile Missed The Target
03. Scrubber Dryer Maschine
04. Digital Detox
05. Estibaliz Carranza
06. Fuck You All

Digital Detox ist der zweite Release von BEHIND THE RAILS und ordnet sich stilistisch genau dort ein, wo bereits die letzte EP angesiedelt war: rifflastiger Old-School-Death-Metal mit Rock’n’Roll Einflüssen oder eben Death’n’Roll. Dadurch geht das Material konstant nach vorne und ist auch genau das was live immer sehr gut funktioniert. Das Songwriting setzt weniger auf experimentelle Spielereien oder Innovation, sondern vielmehr auf rohe Energie, eingängige Riffs und direkte Wirkung.

Bereits der erste Song „Juxtaposition“ macht genau dort weiter, wo die vorherige EP aufgehört hat: old-schooliger Death Metal, roh, brutal und mit vielen Wiederholungen. „Missile Missed The Target“ wechselt zwischen rhythmischen Parts und einem langsamen, brutalen triolischen Teil, was ziemlich gut passt.
Der Titelsong „Digital Detox“ kombiniert melodische Momente mit den typischen BEHIND THE RAILS-Riffs. „Estibaliz Carranza“ gefällt mir am besten, die Nummer geht kompromisslos nach vorne und bringt die Stärken der Band meiner Meinung nach auch wieder gut auf den Punkt.
Jeder Song besitzt einen klaren Wiedererkennungswert. Die Musik ist vielleicht nicht die innovativste im Genre, funktioniert dafür aber sehr gut in dem, was sie sein will. Die Riffs sitzen und beim Hören merkt man deutlich, dass die Band genau die Musik macht, die sie selbst machen möchte, ohne Trends hinterherzulaufen. Im Vergleich zur In Fear We Trust EP wirkt das Material etwas rhythmischer und weniger melodisch, ohne dabei einen Stilbruch darzustellen.

Fazit:
Das ist Musik für Old-School-Death-Metal-Fans, die es gerne etwas grooviger mögen. Wer BEHIND THE RAILS bereits durch die vorherige EP mochte, wird auch mit Digital Detox ziemlich sicher etwas anfangen können. Besonders live dürfte das Material stark funktionieren. Im Grunde trifft die Eigenbeschreibung der Band ziemlich gut zu: Sie wollen das Rad nicht neu erfinden, sondern einfach eines bauen, das wirklich gut rollt.

Punkte:

Autor: Gratzer Ossian