Band: AKEM MANAH
Album: Threnodies
Genre: Doom/Death/Gothic Metal
Label: Black Lion Records
Trackliste:
01. The Inevitable Fate of Francis Cobb (Intro)
02. The End of Earnest Hollow
03. The Mystery of Mosef Mehul
04. The Burning of John Briggs
05. The Journey of Nathaniel Johnson
06. The Undoing of an Unknown (Interlude)
07. The Fall of Maximillian Montagne
08. The Sleep of Eve Saldana
09. The Demise of John Dunn
10. The Hanging of Edward Hope (Outro)

AKEM MANAH ist eine Doom Metal-Gruppe aus Belgien. Gegründet wurde die Band bereits 2007 in der belgischen Hafenstadt Gent. 2010 veröffentlichte die Formation mit The Testament Of Sealant Mound ihr Debut-Album. 2012 folgte noch die EP Beneath bevor man 2014 alle Bandaktivitäten auf Eis legte. 2023 formierte man sich neu und brachte im April 2026 das vorliegende Werk Threnodies über das schwedische Label Black Lion Records auf den Markt gebracht. Der Silberling beinhaltet 10 Tracks und bietet Unterhaltung für ca. 61 Minuten.
Mit dem Intro „The Inevitable Fate of Francis Cobb“ zeichnen die Belgier gleich eine beklemmende und melancholische Musiklandschaft und lassen den Zuhörer auf eine doomige Machtdemonstration hoffen. Nach knapp 2,5 Minuten legen AKEM MANAH dann mit dem ersten Track „The End of Earnest Hollow“ los. Das Violinen-Spiel zu Beginn versetzt den Hörer in ein fragil wirkende Atmosphäre. Mit einsetzendem Gitarrenspiel und cleanem Gesang nimmt die Nummer dann etwas Fahrt auf. Schon hier merkt man einen leicht progressiven Einschlag der Band, mit welchem sie sich gut vom Genre-Mitbewerb abheben können. Ab der Mitte kommen dann auch tiefe Growls, die der Performance etwas mehr Härte verleihen, hinzu. Trotz der harmonischen Darbietung hat man das Gefühl, dass der Song etwas vor sich hin plätschert und erwähnenswerte Höhepunkte ausbleiben. Im darauffolgenden „The Mystery of Mosef Mehul“ wirkt man anfänglich dynamischer und kann die Hörerschaft besser abholen. Nach leichtem Prog-Flair driftet man mit einer sehr Heavy Metal-artigen Gesangsperformance zu sehr ab, der Vortrag wirkt etwas zerfahren und verliert fast seine komplette Eingängigkeit. Die Bemühungen viele Facetten zu zeigen und sich an vielen Genres zu bedienen, tragen leider keine Früchte. Ganz im Gegenteil, man verliert sich zu sehr im Detail und dadurch verliert der Zuhörer zunehmend den Faden. Dies ändert sich auch im weiteren Verlauf des Albums kaum. Das durchaus motivierte Spiel der Belgier kann immer weniger fesseln und sägt immer öfter am Nervenkostüm des Zuhörers. Auch wenn man immer nach innovativen Songstrukturen sucht und diese oftmals als fehlend kritisiert, wäre in diesem Fall weniger mehr gewesen. So bleibt es bei einem interessanten Werk, dem man als leidenschaftlicher Musik-Fan eine Chance geben kann. Ob es dabei nachhaltig in Erinnerung bleibt, ist jedoch fraglich.

Fazit:
AKEM MANAH versuchen auf ihrem Album Threnodies mit innovativen Songstrukturen das Doom-Genre interessanter zu gestalten. Leider zünden die Ansätze nur stellenweise und es gelingt den Belgiern nicht den Zuhörer über längere Phasen zu fesseln. In diesem Fall wäre etwas weniger Mut zur Veränderung wohl zielführender gewesen. Wem Innovation und Neuinterpretation wichtig ist, sollte hier definitiv mal reinhören.
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
