Band: WYRDSTAEF
Album: Primordial Bloodlines
Genre: Black Metal/Dark Ambient
Label: Apocalyptic Witchcraft Recordings
Trackliste:
01. White Spring
02. Great Migrations
03. Hyperborean
04. Parhelion
05. Primordial Bloodlines

WYRDSTÆF kommen aus Großbritannien und wurden 2017 gegründet. Nach der EP Great Migrations (2021) folgt 2026 das Debütalbum Primordial Bloodlines. Die Band spielt atmosphärischen Black Metal mit ritualistischen Percussion- und Gesangspassagen. Der Stil ist kalt, urtümlich, thematisch bei Jagd, Wanderung und der Steinzeit.
Die Gitarren wechseln zwischen frostigen Tremolo-Läufen, absteigenden Midtempo-Riffs und offenen, melodischen Linien, die in den langatmigen Tracks gezogen werden. Soli bleiben knapp. Das Schlagzeug setzt Blastbeats, Doublebass und Midtempo ein. Der Gesang kommt als tiefer Growl, raues Kreischen und Kehlgesang. Er bleibt vorn, folgt den Tempowechseln und setzt in den ruhigeren Passagen gedehnte, klare Zeilen und rituelle Rufe ein.
„White Spring“ öffnet als Ritual. Der erste Tracke beginnt mit schweren Trommeln, Kehlgesang, knackendes Feuer. Später setzen verzerrte Gitarren ein. Es bleibt weich und langsam, ohne Solo, der Auftakt in die Raserei. „Great Migrations“ wird hart. Schwere Riffs, Blastbeats und Doublebass reißen sofort aus der Komfortzone. Der Growl greift sofort an. Midtempo-Märsche unterbrechen, ohne das Härte verloren geht. „Hyperborean“ startet leise mit Flüstern und ruhigen Ambiente. Nach einem Durchatmen ziehen Tremolo-Läufe und Blastbeats nach. Der Gesang wird schneidend. „Parhelion“ dehnt sich über neun Minuten. Lange rituelle Gesänge, fast geräuschhafte Stimmen kreieren eine düstere Welt. Das Schlagzeug bleibt langsam. Die Botschaft ist weich und dunkel. „Primordial Bloodlines“ schließt ebenso lang. Melancholische Stimmung kommt auf. Der Klargesang wird dichter, das Schlagzeug zieht an, ohne in Blastbeats zu kippen. Der Schluss klingt offen und nicht leer.

Fazit:
Urtümlich und gespalten. Die fünf Stücke legen Ritual und Black Metal nebeneinander, statt sie zu verschränken. Die kurzen harten Tracks und Passagen treffen direct. Die langen weichen Teile dehnen das Album und brauchen Geduld.
Punkte:
Autor: Christian S.
