Band: MARTYRIUM
Album: Malevolent
Genre: Black/Death Metal
Label: Apostasy Records
Trackliste:
01. Purification Through Fire
02. Realm of Madness
03. Resurrection From the Abyss
04. Destiny of Desolation
05. Expand Your Shadow
06. Beware of the Necromancer
07. Malevolent
08. March of the Wicked One
09. Cherubin Defiler
10. Torment by Witchcraft
11. Desert of Chaos

Die niederländische Black/Death-Formation MARTYRIUM wurde bereits 1996 in Maasbree (Limburg) gegründet. Die erste aktive Periode endete 2002 und man konnte ein Demo und einen Longplayer (Ideology Of Death/2001) vorweisen. 2014 wurde die Band reaktiviert und es folgte 2020 der zweite Longplayer Abandon Hope. Mit dem vorliegenden Werk Malevolent melden sich die Niederländer 2026 zurück. Die Scheibe, die von Apostasy Records im Tape-, CD- und Vinyl-Format aufgelegt wurde, beinhaltet 11 Tracks und bietet Unterhaltung für ca. 39 Minuten.
Man hört beim Opener „Purification Through Fire“, dass die Herren bereits in den glorreichen Neunzigern aktiv waren. Der Zuhörer bekommt genau die Zutaten serviert, die man sich bei diesem Genre erwartet. Thrashige Riffs, die mit tiefschwarzer Atmosphäre vermengt wurde und eine gut dosierte todesmetallische Breitseite. Gesanglich bekommt man angriffslustige und giftige Screams, die perfekt mit der Mucke harmonieren, zu hören. Der Sound ist druckvoll und klar und lässt somit keine Wünsche offen. Müsste ich Vergleiche zu anderen Bands herstellen dann würde ich wohl deren Landsleute von Legion Of The Damned nennen. Mit angehobenem Black Metal-Anleihen geht es dann im zweiten Track „Realm of Madness“ ans Eingemachte und die Stimmung kocht förmlich. Im dritten Titel „Resurrection From the Abyss“ setzt man vermehrt auf düstere Atmosphäre und Mid-Tempo-Performance und sorgt so für nötige Abwechslung. Im Laufe der Nummer steigert man die Geschwindigkeit und zelebriert wieder gewohnt aggressiv und thrashig. Im weiterem Album-Verlauf bleibt man seiner Linie konstant treu, kämpft dadurch aber mit leichten Abnutzungserscheinung da die Strukturen des Songwritings ähnlich aufgebaut sind. Diesen Kritikpunkt kann man aber halbwegs verschmerzen da MARTYRIUM durchgehend für Stimmung sorgen kann und man oftmals geneigt ist mit dem Kopf zu nicken. Wer jedoch ein innovatives Feuerwerk bevorzugt, könnte rasch das Interesse verlieren. Malevolent ist es aber definitiv wert gehört zu werden da die Scheibe ein herrliches Flair der Neunziger versprüht und dadurch nostalgische Gefühle entfacht werden.

Fazit:
Die niederländischen Haudegen MARTYRIUM liefern mit Malevolent ein kraftvolles Blackened Death/Thrash-Werk ab. Man kann nostalgische Gefühle an die Neunziger entfachen und gute Stimmung erzeugen und damit über das etwas ähnliche Songwriting hinweg sehen lassen. Gesamt betrachtet liefert man ein solides Werk ab, das Genre-Fans überzeugen kann. Wem es jedoch nach einem innovativen Feuerwerk dürstet, der wird Abstriche machen müssen.
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
