ABYSMAL DESCENT – Dismal Thoughts (2025)

Band: ABYSMAL DESCENT
Album: Dismal Thoughts
Genre: Death Metal
Label: Nuclear Winter Records

Trackliste:
01. Discordant Calls
02. Labyrinth of Distress
03. Death Rope
04. Dismal Thoughts
05. Obscured Visions
06. Fragmented Soul
07. Abyss of Despair
08. Imaginal Horror

ABYSMAL DESCENT nennt sich dieses belgische Death Metal-Fünfergespann. Die in der belgischen Metropole Brüssel beheimatete Truppe veröffentlichte das vorliegende Album Dismal Thoughs, das zugleich das Debut der Belgier darstellt, im Oktober 2025. Das Werk umfasst 8 Tracks, bietet Unterhaltung für 48 Minuten und 14 Sekunden, und wird über das griechische Label Nuclear Winter Records vertrieben.

Eingeleitet wird das Album mit „Discordant Calls“ einer verstörend klingenden Klangkulisse, die auf ein düsteres Werk schließen lässt. Nach knapp 1,5 Minuten geht es dann auch gleich weiter mit dem ersten Song „Labyrinth of Distress“. Geboten wird zu Beginn Death Metal mit guter Atmosphäre im Mid-Tempo. Der Sound ist klar, druckvoll und beinhaltet immer wieder eine dominante Bass-Spur. Nach knapp 2 Minuten legen die Belgier dann einen Zahn zu und agieren zunehmend progressive und technisch. Dazwischen kann man sich mit eingängigeren Passagen wieder im Ohr des Zuhörers einnisten. Ein durchaus gelungener Auftakt, der auf eine abwechslungsreiche Performance schließen lässt. Im darauffolgenden Titel „Death Rope“ agiert man von Beginn weg sehr technisch affin, lässt zwar ein paar harmonische Klänge zu, setzt aber vermehrt auf die Brechstange und erst zum Ende hin besinnt man sich wieder auf anfängliche Stärken. Dadurch plätschert die Darbietung etwas dahin ohne viel Eindruck zu hinterlassen. An der vierten Stelle folgt dann der Titel-Track „Dismal Thoughts“. Hier findet man von Anfang an besser in die gezogene Spur und zeigt wieder einen hervorragenden Mix aus Prog Death Metal gepaart mit technischer Raffinesse und eingängigen Melodien. Diesmal zeigt man in der Mitte sogar erstmal seine doomige Seite und fügt damit dem Spiel eine weitere Facette hinzu. Für mich der bisher beste Track des Albums und damit ein verdienter Namensgeber. Auch in „Obscured Visions“ kann man dieses Niveau sehr gut halten und legt ein Tänzchen in ähnlicher Manier aufs Parkett. Im folgenden „Fragmented Soul“ setzt man wieder vermehrt auf dissonante Klänge und auch wenn diese Art nicht jedem Zuhörer liegt, sorgt sie dennoch für willkommene Abwechslung. „Abyss of Despair“ ist dann wieder ein sehr facettenreicher Track der Belgier. Anfänglich noch im dissonanten Strudel gefangen, findet man immer mehr zur melodischen Seite und in der Mitte zeigt man dann ein sehr harmonisches Gesicht bevor man sich wieder düsteren Klängen hingibt. Sehr gelungener Song, der ein weiteres Aushängeschild der Band darstellt. Im abschließenden Titel „Imaginal Horror“ läuft man punkto Speed nochmal zu Höchstform auf und sorgt in gewohnter Manier für offene Münder bei der Hörerschaft. Alles in allem liefern die Belgier ein mächtiges Debut-Album ab, das durch seine genre-übergreifenden und einfließenden Elemente einen überaus positiven Eindruck hinterlässt.

Fazit:
ABYSMAL DESCENT aus Belgien liefern mit Dismal Thoughts ein aussagekräftiges Debut-Album ab, das vor allem durch seine vielen Facetten punkten kann. Es ist absolut keine Scheibe, die man nebenher konsumiert, vielmehr muss man die Darbietung konzentriert verfolgen, um die gebotene Abwechslung in vollen Zügen wahrzunehmen. Die selbst auferlegte Messlatte für künftige Werke hat man sich hoch gelegt und man darf gespannt sein, was hier noch folgt!

Punkte:

Autor: Georg Günthör