SUICIDE EMOTIONS – A New Dawn (2020)

 

Band: SUICIDE EMOTIONS
Album: A New Dawn
Genre: Depressive Black Metal

Trackliste:
01. A New Dawn
02. Inner Self’s Forge of Burning Flames
03. Flying Away…
04. Astral Vision of Inner Corruption
05. Dark Omega

Suicide Emotions stammen aus Italien und wurden 2012 gegründet. Das Duett blickt auf mittlerweile 4 Alben zurück. Die Erfahrung ist in A New Dawn erkennbar. Tracks mit über 8 Minuten Spielzeit sind eben etwas Spezielles. Dadurch wirken die atmosphärisch geprägten Kompositionen intensiver. 

Die Gitarren erzeugen mit verzerrten, melodischen Riffs und atmosphärischen Leads eine dichte Klangwand. Treibende Passagen wechseln sich mit ruhigen, fast hypnotischen Momenten ab. Das Schlagzeug liefert präzise Blastbeats und dynamische Wechsel, die den Rhythmus vorantreiben. Trotzdem bleibt ausreichend Platz für eine düstere Atmosphäre. Eingesetzte rituelle Muster verstärken die Innere Unruhe. Der Gesang ist ein roher, gequälter Schrei, der tiefe Verzweiflung transportiert. Der Wechsel zwischen hohen und tiefen Passagen verleiht dem Ganzen eine persönliche und beklemmende Intensität. 

Das Album beginnt mit dem Titeltrack „A New Dawn“, der mit ruhigen, fließenden Gitarren und einer aufbauenden Melodie eine friedliche, fast erlösende Stimmung schafft, bevor härtere Elemente einsetzen. „Inner Self’s Forge of Burning Flames“ treibt mit intensiven Riffs und brennenden Tempi voran. „Flying Away…“ wirkt wie ein entrückter Flug, mit sanfteren, schwebenden Passagen und emotionalen Ausbrüchen. „Astral Vision of Inner Corruption“ taucht in abstrakte, hallende Klanglandschaften ein, wo langsame, drückende Riffs und visionäre Gitarrenarbeit eine innere Leere erzeugen. Den Abschluss bildet das ausgedehnte „Dark Omega“, das mit epischer Länge, harten Drums und erlösenden, sonnigen Melodien einen kraftvollen, hoffnungsvollen Höhepunkt setzt.

Fazit:
Die langen Tracks bieten eine immersive Reise durch innere Welten. Das Album überzeugt durch seine musikalische Tiefe und emotionale Authentizität. Es ist ein starkes Werk mit melancholischer Tiefe. Insgesamt eine gelungene Veröffentlichung, die nachhallt.

Punkte:

Autor: Christian S.