Band: MALHKEBRE
Album: B.A.M.N.
Genre: Black Metal
Label: Battlesk’rs Productions
Trackliste:
01. Choose Your Destiny
02. I Have A Dream
03. You Failed
04. Falling To Rise
05. To Those Who Forged Us
06. We Fight And We Protect
07. There Are No Safe Spaces

Die französische Formation MALHKEBRE, gegründet in 2002, bewegt sich bewusst im Schatten des Black-Metal-Undergrounds. Mit B.A.M.N. kehrt das Quartett in neuer Besetzung mit einem Werk zurück, das als Ausdruck einer rituell aufgeladenen Form des Black Metal gehört werden will. Statt roher Raserei dominieren schwere, repetitive Klangstrukturen, die eine beschwörende Atmosphäre erzeugen. Das Album bietet knapp 41 Minuten tiefschwarzen Underground-Black.
Ein geschlossener Raum. Fensterlos. Kalt, von der Realität entrückt. Einsamkeit. Dunkle Schatten legen sich über die Stimmung und den Geist. Was hier geschieht, entzieht sich bewusst jeder Form von Öffnung. Die Gitarren tragen keine Melodien, sie stehen im Raum – dunkel, schwer, unbeweglich. In ihrer Wiederholung liegt eine eigentümliche Kraft, doch sie erschöpft sich schnell. Vereinzelte melodische Funken flackern auf, zu schwach, um Orientierung zu geben, zu selten, um sich festzusetzen.
Melodische Funken spritzen nur gelegentlich auf, zu wenig, um ein Feuer zu entfachen, aber häufig genug, um Orientierung zu bieten. Die Drums halten sich weitgehend dezent im Hintergrund, bieten aber vereinzelte, interessante Sequenzen mit Rhythmuswechsel und -verschiebungen. Aber dort, wo Bewegung aufkommt, verliert sie sich rasch wieder im Gesamtbild. Die röchelnd-krächzenden Vocals sind mehr anprangernde Behauptung als Gesang, mitunter scheinen sie auch Ausdruck der Verachtung und der Abscheu zu sein. In seltsamer Gleichzeitigkeit präsent und unprätentiös.
Was bleibt, ist eine Atmosphäre von kühler Distanz: geschlossen, abweisend und doch mit der Einladung kokettierend. Die Hörerin fühlt sich bemerkenswert konsequent unerwünscht, wie im Eck des fensterlosen Raums. Anwesend, aber doch nicht dabei, fast so als würde man stören. Das Songwriting bleibt weitgehend simple, in bekannten Strukturen, aber ohne Höhepunkte. Ohne Haken, in denen man sich verfangen könnte, ohne die Momente, die das Verbleiben belohnen.
Die Produktion ist roh, wie es im Underground-Black Metal sein soll, bietet aber doch jene Tiefe, die es braucht, um alle Spuren gut differenzieren zu können.

Fazit:
B.A.M.N. ist keine freundliche Einladung, sondern ein Album mit einer Atmosphäre kühler Distanz. Damit vertont es die Essenz von orthodoxen Black Metal, geprägt von Misanthropie und Verachtung. Man fühlt sich seltsam unerwünscht. Wer genau das sucht, wird seine Freude haben, in die Breite strahlt es allerdings nicht.
Punkte:
Autor: distelsøl
