HEXALTER – Coronation In Chaos (2025)

   

Band: HEXALTER
Album: Coronation In Chaos
Genre: Death/Black Metal
Label: Iron Blood And Death Corporation

Trackliste:
01. Intro
02. Heralds Of Termination
03. Serpenitence
04. Projections Of War
05. Sanguinarium
06. Effigial Ruin
07. Fleshrider
08. Meteoric Blood Emmurement
09. Cremating History

Satanic Black/ Death aus Amerika gibt es mittlerweile reichlich. Allerdings punkten nur wenige der Kollegen aus Übersee mit der Atmosphäre, die man von diesem Subgenre erwarten würde oder sie überspitzen die Stilrichtung massiv. Nicht so das Duo HEXALTER aus Oregon, das mit seinem Debütalbum Coronation In Chaos einen echten Meilenstein setzt.

Wüsste man nicht, woher die beiden stammen, würde man ohne mit der Wimper zu zucken Stein und Bein darauf schwören, dass dieser Sound nur aus Norwegen oder Schweden kommen kann. Klare Einflüsse von DARK FUNERAL, MARDUK und WATAIN ziehen sich durch den gesamten zehn Tracks starken Longplayer, der nach einem etwas seltsam anmutenden „Introsofort im 350er-Blast mit tiefdunkler Atmosphäre und satanisch beschwörender Stimme losrumpelt.

Der Opener „Heralds Of Termination“ überzeugt dabei nicht nur durch Tempo und Aggression, sondern auch durch deathig anmutendes Riffing und eine klare, in sich stimmige Linienführung. Trotz extrem hoher Geschwindigkeit und bewusst gesetzter chaotischer Dissonanzen bleibt ein roter Faden erhalten, der den Track zusammenhält.

Noch chaotischer und bissiger geht „Serpentience“ zu Werke. Neben abwechslungsreichem, hervorragend ausgearbeitetem Riffing punktet die Nummer mit nuancierter Linienführung und reißendem Blasting. Die Herzen der Fans von 1349 oder DEATHSPELL OMEGA dürften hier ebenso begeistert hüpfen wie die Drumsticks, die durch diese rasend schnelle Brachialnummer jagen.

Bei „Projections Of War“, wird keine Geschwindigkeit herausgenommen, sondern noch ein bisschen zugelegt. Der Track macht seinem Namen alle Ehre: satanisch und giftig kommt er im Marschtempo daher, erlaubt sich jedoch ruhigere Zwischenparts, die kurz Luft holen lassen, bevor es wieder aus allen Rohren der Panzerdivision blastet und rumpelt. Dieses Muster setzt sich in „Sanguinarium“ konsequent fort – hier allerdings ohne jegliche Verschnaufpause, dafür mit noch mehr Druck und Tempo.

Dauerblasting ohne Langeweile beherrschen HEXALTER souverän, was sie in „Effigial Ruin“ erneut unter Beweis stellen. Der Track bleibt im konstanten Marschtempo und bietet riffingtechnisch nichts grundlegend Neues, baut aber durch geschickten Einsatz der Vocals und punktuell gesetzte Breaks eine abwechslungsreiche Grundstimmung auf. Diese hält sich auch in „Fleshrider“ und zeigt einmal mehr, dass sich die Jungs aus Portland in keiner Weise hinter den großen Namen des Genres verstecken müssen.

Die vorletzte Nummer „Meteoric Blood Emmurement“ kommt deutlich düsterer, aber nicht weniger schnell aus den Lautsprechern. Das permanente Dauergeballer ohne größere Abwechslung im Drumming wird zu diesem Zeitpunkt jedoch trotz technisch sauberem Solo etwas anstrengend. Der Erschöpfungseffekt setzt ein, auch wenn der Track handwerklich weiterhin stark umgesetzt ist.

Entspannung bringt auch der Closer „Cremating History“ nicht. Zwar etwas ruhiger im Tempo, wird dennoch weiter geballert und gebissen. Das Riffing zeigt sich hier wieder deathiger, während die Drums das Album gnadenlos und ohne Kompromisse an ein bitteres Ende peitschen.

Fazit:
Coronation In Chaos ist ein äußerst starkes Release, das vor allem durch seine dichte, dunkel-okkkulte Atmosphäre, das kompromisslose Tempo und die klare stilistische Ausrichtung überzeugt. HEXALTER verbinden nordisch geprägten Blackmetal mit deathigem Riffing, chaotischen Dissonanzen und konstantem Blasting zu einem in sich stimmigen Gesamtbild, das über weite Strecken keinerlei Schwächen zeigt. Auch wenn das permanente Dauergeballer gegen Ende etwas ermüdet, überwiegen Intensität, Konsequenz und handwerkliche Qualität deutlich. Ein Debüt, das sich problemlos neben skandinavischen Genrevertretern behaupten kann.

Punkte:

Autor: Nicki