BLYND – Unbeliever (2024)

Band: BLYND
Album: Unbeliever
Genre: Groove Death/Thrash Metal

Trackliste:
01. Infernal
02. Between Two Worlds
03. Primordial Hunter
04. One Last Dance
05. Until We Die
06. 1984
07. Fire In The Sky
08. Uncrowned
09. Ground Zero

BLYND ist ein Groove Death/Thrash Metal-Vertreter aus Zypern. Gegründet wurde die Band bereits 2003 und die Mitglieder sind in der Hauptstadt Nikosia bzw. in Larnaka beheimatet. Nach zwei Demos veröffentlichten die Zyprioten 2011 ihr Debut-Album The Enemy. Bereits ein Jahr später folgte der zweite Longplayer mit Titel Punishment Unfolds. 2015 erschien dann mit Liber Sum bereits das dritte BLYND-Werk. Dann wurde es ruhig um die Mannen und Fans musste sich bis 2024 gedulden. Das Warten hatte ein Ende, denn es kam der vierte Silberling auf den Markt. Dieser trägt den Namen Unbeliever, wurde mit 9 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für 42 Minuten und 31 Sekunden.

Auf ein Intro verzichten die Jungs aus Zypern und legen gleich mit dem ersten Track „Infernal“ los. Die ersten 1,5 Minuten lassen auf eine sehr Heavy Metal-lastige Performance schließen und BLYND zeigen gleich ihre Stärken. Diese liegen definitiv in einer sehr groovige Darbietung, die den Zuhörer sofort abholt und vor allem mitreißen kann. Mit stampfendem Takt und tiefen Growls geht es munter weiter und die Headbanger-Fraktion kann sich hier in Stellung bringen. Die großen Überraschungen bleiben zwar aus, aber BLYND zeigen, wie man Heavy-, Thrash-, Groove- und Death Metal zu einer mitreißenden Mischung kombinieren kann. Am Sound gibt es nicht zu rütteln. Dieser ist druckvoll und klar abgemischt und lässt somit keine Wünsche offen. Im zweiten Titel „Between Two Worlds“ steigt man aufs Gas und setzt vermehrt auf melodische Thrash-Anleihen. So kommt früh frischer Wind auf und man kann den Unterhaltungsfaktor hoch halten. Das bisherige Prunkstück auf der Scheibe befindet sich aber an der dritten Stelle. „Primordial Hunter“ bringt alle Vorzüge eines Kult-Songs mit und setzt sich von der ersten Sekunde an im Gehörgang fest. Diese parasitäre Infektion wird man so schnell nicht mehr los. Will man aber auch gar nicht, da der Wirtskörper wunderbar in Symbiose damit durch den Alltag kommt. Diesen Schwung können die Zyprioten sehr gut mitnehmen und so wird auch die folgende Nummer „One Last Dance“ zu einer Groove-Granate. Mit „Until We Die“ setzt man vermehrt auf Metal mit corigen Anleihen und damit sorgt man neuerlich für eine frische Brise. „1984“ ist dann etwas tiefgründiger und hat teilweise Ansätze einer Ballade. Damit zeigen BLYND eine weitere Facette in ihrer Darbietung und können das Niveau weiterhin hoch halten. An der siebenten Stelle setzt man in „Fire In The Sky“ wieder mehr auf anfängliche Tugenden, wobei dieser Beitrag beim ersten Durchlauf nicht so zünden will wie seine Vorgänger. „Uncrowned“ erleidet ein ähnliches Schicksal, da der Track nicht die mittlerweile hohen Ansprüche der Hörerschaft erfüllen kann. Bleibt noch der abschließende Titel „Ground Zero“, der das Jammern auf hohem Niveau hoffentlich beenden kann. BLYND legen nochmal ihr Können in die Waagschale und beenden dieses Album mit einem Feuerwerk. Mit fast schon epischen Auswüchsen, einer weiblichen Stimme und fetten Riffs kann man die Kopfnicker-Fraktion nochmal ermuntern ihr Haupt zu schütteln. Somit rundet man ein fulminantes Werk perfekt ab und es bleibt zu hoffen, dass BLYND bald mit neuem Material wieder auftauchen!

Fazit:
BLYND liefern mit Unbeliever eine Granate ab, die der Hörerschaft noch lange im Gehörgang nachhallen wird. Mit fettem Groove, thrashigen Anleihen und einer gut dosierten Portion Death Metal kann man den Zuhörer sofort mitreißen und über die gesamte Album-Laufzeit fesseln. Wer die Band noch nicht kennt, sollte das schleunigst nachholen!

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll