MORS SILENS – Infernal Legacy (2025)

Band: MORS SILENS
Album: Infernal Legacy
Genre: Melodic Death/Black Metal
Label: WormHoleDeath

Trackliste:
01. End Of Eternity
02. Alastor
03. Scorn
04. Scarlet River
05. Chronicles Of Devastation
06. The Room
07. Nine Circles Of Hell
08. Rise Of The Dark One
09. Infernal Legacy
10. Obscurity Of Oblivion

MORS SILENS ist eine Melodic Death/Black Metal-Gruppe aus Ungarn. Gegründet wurde die Band 2005 in der Stadt Mezőberény. Nach zwei Demos und einer EP veröffentlichten die Ungarn mit Call Of The Nether Realm ihr Debut-Album. 2018 folgte mit World Of Pain der zweite Longplayer und mit Under The Dark Sun legten sie 2021 den dritten Silberling nach. Das vorliegende vierte Werk trägt den Titel Infernal Legacy und wurde im Mai 2025 in digitaler Form auf den Markt gebracht. Im Herbst 2025 erschien es nun in physischer Form über das italienische Label WormHoleDeath. Die Scheibe wurde mit 10 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für 47 Minuten und 43 Sekunden.

MORS SILENS beweisen schon beim Opener „End Of Eternity“, dass sie eine feine Klinge schwingen. Die Genre-Angabe ist in diesem Fall mehr als zutreffend, da man einen ausgewogenen Mix aus melodischem Black und Death Metal serviert bekommt. Die Ungarn verfeinern ihre Performance zusätzlich mit einer gut dosierten Menge an symphonischer Untermalung und sorgen so für zusätzlichen Wiedererkennungswert. Mich persönlich erinnert die Musik immer wieder an Genre-Bands der späten Neunziger, da sofort ein Gefühl von Nostalgie entsteht. Auch im zweiten Track „Alastor“ setzt man diesen Weg unbeirrt fort, wobei man etwas mehr auf groovige Riffs setzt und dadurch bekommt die Performance noch mehr Schwung. Im dritten Titel „Scorn“ kommen gefühlt mehr Melodic Black Metal-Anleihen zum Einsatz und die Nummer wirkt generell düsterer als die Vorgänger. Einzig die zwischendurch erklingenden Clean-Vocals wirken sehr dünn und deplatziert. Auch in weiterer Folge fiedeln sich die Ungarn munter durch die Tracklist und können mit ihrer Darbietung durchwegs beim geneigten Zuhörer punkten. Einziger Wermutstropfen ist der doch recht monotone Gesang. Um den schwarzmetallischen Anteil noch besser zur Geltung zu bringen und um für Abwechlsung zu sorgen, wäre facettenreicherer Gesang wünschenswert gewesen. Aber hier muss man schon von Jammern auf hohen Niveau sprechen denn MORS SILENS machen fast alles richtig und liefern mit Infernal Legacy ein mitreißendes Album ab.

Fazit:
MORS SILENS zählen definitiv zur Metal-Elite der ungarischen Szene. Mit ihrem Mix aus melodischem Death und Black Metal können sie den Zuhörer fesseln und mitreißen. Sie müssen zu keiner Zeit den Vergleich mit finnischen Bands scheuen und Fans dieser Stilrichtung sollten hier unbedingt reinhören!

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll