Band: CALIBRE INFINITE
Album: What Could Have Been
Genre: Nu-Metal, Metalcore
Trackliste:
01. Puppet
02. It´s A Trap
03. Dark Days (RSD Part1)
04. I Know All Of The Stars
05. What Could Have Been

Die Jungs von CALIBRE INFINITE hatten erst vor einem Jahr mit ihrem Debut-Album One Life Remains auf sich aufmerksam gemacht, schon legen die Kölner mit der vorliegenden EP ein neues Release nach. Die EP trägt den Titel What Could Have Been, wurde mit 5 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für 18 Minuten und 15 Sekunden.
Schon beim Debut-Album versuchte man viele Stile in der Musik unterzubringen. Dadurch konnte man ein breites Publikum ansprechen. Trotzdem hatte man immer wieder das Gefühl, dass die Band noch nicht ganz ihren Weg gefunden hat. Von daher war ich gespannt, ob man den eingeschlagenen Weg fortgesetzt hat oder ob man eine neue Abzweigung genommen hat. Der Opener „Puppet“ erinnert mich sofort an KORN und auch der Gesang von Frontmann Peter kommt J. Davis sehr nahe. Einzig der Clean-Gesang unterscheidet sich im positiven Sinne vom Amerikaner. Die Performance hinterlässt auf jeden Fall eine zwiegespaltene Meinung beim Zuhörer. Einerseits freut man sich, dass endlich mal wieder eine Band das Nu Metal-Genre für sich entdeckt hat, aber andererseits ist man so nahe an Korn angesiedelt, dass man keine eigene Identität erkennen kann. Auch der zweite Track „It´s A Trap“ wirkt wie eine Hommage an die amerikanischen Veteranen. Man darf den Kölnern ihr musikalisches Können nicht absprechen und hätte es KORN nie gegeben, dann wären sie für mich die erste Wahl! Im dritten Titel, der Ballade „Dark Days“, erkennt man dann zumindest zwischendurch etwas eigene Identität. Dies liegt aber wohl daran, dass Frontmann Peter mehr auf seine klare Stimme setzt und weniger auf die markanten Growls. Im vorletzten Titel „I Know All Of The Stars“ können CALIBRE INFINITE dann erstmals mit eigenständiger Musik punkten und das zuvor eingebrachte KORN-Flair abschütteln. Auch wenn sich das Review bis hierhin negativ anhört, frohlocke ich als alter KORN-Fan innerlich, da ich es wirklich toll finde, wenn dieses Genre ein Revival erlebt. Mit dem abschließenden Titel-Track „What Could Have Been“ wartet aber noch das absolute Highlight dieser EP. Hier agiert man in bester Nu/Alternative Metal-Manier und kann mit einem Mega-Refrain für Furore sorgen. Absoluter Ohrwurm!

Fazit:
Auch wenn CALIBRE INFINITE oft sehr stark an Korn erinnert, ist diese EP für Nu Metal-Fans absolute Pflicht-Lektüre. Absolutes Highlight ist definitiv der Titel-Track „What Could Have Been“, der Chart-Potential hat und den man nicht mehr aus dem Gehörgang bekommt!
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
