SICULICIDIUM – Az alámerülés lárvái (2020)

 

Band: SICULICIDIUM
Album: Az alámerülés lárvái
Genre: Black Metal
Label: Sun & Moon Records

Trackliste:
01. Elővigyázatosság (Alertness)
02. A kút kávája (The Ledge Of The Well)
03. Elidegenedés – tagadás (Alienation – Denial) 
04. Alvilági szárnyalás (Tartarean Wing)
05. Leírhatatlan gonoszságok (Indescribable Evilness)
06. Lárvabőr (Larval Skin)
07. Az alámerülés (The Submergence)

SICULICIDIUM aus den transsilvanischen Tiefen Rumäniens (auch wenn die Texte auf Altungarisch sind) hämmern seit 2003 ihren eigenen, rohen Transylvanian Black Metal in die Welt. Die Mischung aus punkiger Attitüde, thrashigen Riffs und doomigen, hypnotischen Passagen. Az alámerülés lárvái ist ihr drittes Full-length und markiert nach sieben Jahren Pause den bisherigen Höhepunkt. Sie liefern ein konzeptionelles Album über Abstieg und Unterwerfung.

Musikalisch bleibt es kompromisslos roh und dreckig produziert. Die Gitarren weben sich wiederholende, frostige Tremolo-Riffs mit punkigen Einschlag und gelegentlichen atmosphärischen Breaks, die den Wahnsinn noch verstärken. Das Schlagzeug hämmert meist mid-tempo bis schnell. Der Gesang von Pestifer ist ein Highlight. Schrille, hallende Screams und tiefe, dämonische Growls wechseln sich ab. Das Wechselspiel von chorisch bis manisch, geben dem Ganzen diesen besessenen, osteuropäischen Touch.

Das Album startet mit „Elővigyázatosság“ als kurzem, alarmierendem Intro-Riff, das sofort in die Kälte zieht. „A kút kávája“ ist ein langer, repetitiver Mid-Tempo-Kracher mit hypnotischen Leads und zunehmender Verzweiflung. „Elidegenedés-tagadás“ bringt Entfremdung. Gelungene Riffs gepaart mit starker vokaler Intensität. „Alvilági szárnyalás“ fliegt kurz und böse durch die Unterwelt, schnell und aggressiv. „Leírhatatlan gonoszságok“ wird richtig finster. Es gibt langsame und erdrückende Passagen. „Lárvabőr“ bereitet auf den Höhepunkt vor, repetitiv und hypnotisch mit den hervorragenden Riffs des Albums. Den Abschluss macht „Az alámerülés“. Acht Minuten dauert der ultimative Abstieg. Eine Manie mit finaler Versenkung in totale Finsternis.

Fazit:
Roh, konsequent und abgründiger als je zuvor. Wer osteuropäischen Black Metal mit Seele und Konzept sucht, kommt hier voll auf seine Kosten. Absoluter Underground-Klassiker.

Autor: Christian S.