VIOLENT BLISS – The Jnana Veils (2025)

 

Band: VIOLENT BLISS
Album: The Jnana Veils
Genre: Progressive/Alternative Metal

Trackliste:
01. Mad Siren
02. The Race
03. No Sun
04. The Other Within (Intro)
05. The Other Within
06. In a Dream
07. The Wayfarer (Intro)
08. The Wayfarer
09. Musa

VIOLENT BLISS ist eine Prog/Alternative Metal Band aus der Schweiz und The Jnana Veils ist ihr neues Album. Das Werk übermittelt in seinen 34min Spielzeit (9 Songs, wobei 2 nur Intro sind) eine mitreißende Kraft und Energie, allerdings weniger im Sinne von Speed und Rhythmus, mehr wie eine Naturgewalt die einen langsam aber unaufhaltsam überrollt.

Mit stark wahrnehmbaren Einflüssen aus diversen Richtungen, z.B. Tool oder aber auch Guano Apes, wirkt dieses Album trotzdem sehr experimentell und spannend. Jedes Instrument steht immer wieder im Vordergrund, niemand übernimmt hier eine rein unterstützende Rolle. Vor allem das Schlagzeug erhält immer wieder Parts in denen Gitarre oder Bass nur passende Akzente setzen und ansonsten ganz den Drums das Feld überlassen, aber auch Parts mit intensiven Sprechgesängen, oder schneidend-kehligem aber doch sehr weiblichen Gesang haben ihren Platz. Abgesehen von einigen berauscht-langsamen Parts kommen die psychodelischen Aspekte des Prog jedoch etwas zu kurz, vor allem zu Gunsten von, zugegebenermaßen, sehr ansprechendem Alternativ-Chaos mit sehr viel Methode.

Zwei Songs auf dieser Scheibe wieder etwas genauer betrachtet: „Wayfarer“ + „Wayfarer (Intro)“ hier bekommt man ein richtig grooviges Intro, das im Hauptsong abgelöst wird von sanften, fast berauschenden Klängen mit sehr intensiver Basslinie. In diesen Song kann man sich schön hineinfallen lassen auch wenn er fast ein wenig zu entspannt wirkt im Vergleich zur Energie im Rest des Albums. Und „Musa“ ein würdiger Ausklang für ein gut gelungenes Werk. Beginnt drängend fast ruhelos und vermittelt aber genau durch diese Eindringlichkeit auf eigenwillige Art jenes trance-artige Gefühl, das man auf dieser Scheibe sonst etwas vermisst.

Fazit:
VIOLENT BLISS setzt auf The Jnana Veils ganz bewusst auf die Energie und hypnotische Wirkung die Sängerin Violin Bliss mit ihrer großartigen, kraftvollen Stimme erzeugt. Man spielt sehr gekonnt mit der Hin-und-Her-Gerissenheit zwischen Hingabe und Bedrohlichkeit ganz ohne ins Liebliche oder Laszive abzurutschen. Musikalisch wagt man sehr erfolgreich Experimente in diverse Richtungen, von Prog über Nu-Metal und Groove. Nicht nur für Fans des Female-Fronted-Metal auf jeden Fall hörenswert.

Punkte:

Autor: Evelyn