Band: SUFFERING
Album: Things Seen But Always Hidden
Genre: Black/Doom Metal
Label: Apocalyptic Witchcraft Recordings
Trackliste:
01. The House with the Red Door
02. Enthralled
03. The Chamber of Breathtaking Delights
04. Consorting with the Devil
05. What Once Was Shall Be Again and What Is Shall Be No More
06. Apocrypha Through the Keyhole
07. Hell on Earth New Eden
08. Behind the Green Door

SUFFERING kommen aus England und wurden 2012 gegründet. Nach dem ersten Album im Jahr 2018 folgt mit Things Seen But Always Hidden das zweite Album. Die Engländer haben sich dunklem Black Metal mit schweren Doom-Anteilen verschrieben. Ihr Stil ist langsam ziehend und atmosphärisch dicht.
Die Gitarren arbeiten mit dumpfen Riffs und schneidenden Tremolo-Läufen, die zwischen Midtempo und höherem Tempo wechseln. Soli sind auf ein Minimum reduziert. Das Schlagzeug setzt gekonnt Blastbeats ein. Es hält den Puls hoch und bremst gezielt ab. Der Gesang kommt als gequälter Scream und tiefes Growling. Dazu kurze gesprochene Passagen. Er bleibt durchgehend rau und ohne klare Melodielinien.
„The House with the Red Door“ öffnet unheimlich und leise. Dann greifen harte Drums und dichte Gitarren an. Das Stück wechselt zwischen Geduld und Ausbruch. „Enthralled“ bleibt kürzer und direkter. Hypnotische Riffs umschließen den schneidenden Gesang. Das Schlagzeug hält das Tempo hoch. „The Chamber of Breathtaking Delights“ zieht sich länger und schwerer. Das Schlagzeug arbeitet mit wiederkehrenden, ritualartigen Passagen. Die Gitarren bleiben dumpf und dicht. „Consorting with the Devil“ wird aggressiver. Harter Bassdruck, Blastbeats und kurze, hackende Riffs reißen aus der Ruhe, beziehungsweise aus dem, was davon übrig geblieben ist. „What Once Was Shall Be Again and What Is Shall Be No More“ bleibt knapp und dunkel. Die Kombination aus mittlerem Tempo und weniger Breaks gibt kaum Zeit zum durchatmen. „Apocrypha Through the Keyhole“ verdichtet Wut und Schwere auf wenige Minuten. „Hell on Earth New Eden“ greift hart an. Doublebass und schwere Riffs, gepaart mit dem aufliegenen Gesang machen Stimmung. „Behind the Green Door“ schließt als längstes Stück. Ein langsamer Auftakt, gefolgt von dichten Blöcken, bereiten nur bedingt auf das unversöhnliche Ende vor.

Fazit:
Bedrückend und hypnotisch. Die acht Stücke ziehen ineinander und halten die dunkle Linie. Der Wechsel aus Doom-Schwere und Black-Metal-Ausbrüchen gibt der Scheibe Bewegung, ohne sie aufzulösen. Der Gesang liegt roh auf den Riffs und gibt den Tracks Gewicht. Ein gerades Album ohne Schnörkel und ohne leere Stellen.
Punkte:
Autor: Christian S.
