SPIRITUAL RAVISHMENT – Exit Humanity (2025)

  

Band: SPIRITUAL RAVISHMENT
Album: Exit Humanity
Genre: Death Metal
Label: Loud Rage Music

Trackliste:
01. Harbinger
02. Fed To The Ground
03. Tools Of Your Betrayal
04. Enemy Mine
05. Feed The Crows
06. Grindimus Prime
07. Shrapnel Messiah
08. Fukushima Nuclear Samurai
09. Rid The Parasites
10. Laugh Of The Seagulls
11. Great Grindfather
12. Behead The Tyrant
13. Exit Humanity
14. Outro

„Exit Humanity“ – Lieblingsdroge oder tödlicher Giftcocktail?

Seit NAPALM DEATH den Grindcore erfand, hat sich einiges in der Szene getan. Aggressive Spieltechniken und gesellschaftskritische Texte gehören noch immer zum Erfolgsrezept, aber jetzt werden sie mit neuen Zutaten gemixt. Die rumänische Band SPIRITUAL RAVISHMENT rechnen mit der Menschheit ab und haben den Frust der Menschheit in 40 Minuten Grindcore gepackt – nur mit einem Spritzer Trauer-Grunge.

SPIRITUAL RAVISHMENT sind seit 2008 in der Metalszene unterwegs und teilten im In- sowie Ausland die Bühne mit NAPALM DEATH, MISERY INDEX und SUICIDE SILENCE. Ihre Musik ist schnell, aggressiv und zum Teil komplex, oder anders gesagt: sie spielen Grindcore mit einem Touch von Death Metal. Mit Exit Humanity wird nicht nur ein Album veröffentlicht, sondern auch der neue Sänger Cosmin Purge vorgestellt.

Purge brüllt gekonnt wie ein Primat, dem seine Banane gestohlen wurde und kombiniert es mit rockigem Gesang à la Layne Staley von ALICE IN CHAINS. Neben schweinischem Schreien in „Fukushima Nuclear Samurai“ und intensiven Kreischen in „Tools Of Your Betrayal“ gönnt er seinen Stimmbändern in „Feed The Crows“ eine kurze Pause. Hier macht die Mischung das Gift, was aber vielleicht nicht jedermanns Sache ist.

„Exit Humanity“ handelt von Machtkämpfen zwischen Menschen und begangene Fehler, die ständig wiederholt werden. Wenn man darüber nachdenkt, kann man nur frustriert sein – genau damit haben sich SPIRITUAL RAVISHMENT auseinandergesetzt. Das Ergebnis sind explosive Wutanfälle und schwungvolle Depressionen. Zuerst grooven die Rumänen einen mit „Harbinger“ ein und kurz darauf explodieren sie in „Tools Of Your Betrayal“ in klassischer Grindcore-Manier. Ab und zu resignieren sie und lassen die Seele in Neunziger Grunge-Stimmung baumeln, wie zum Beispiel in „Feed the Crows“ oder „Laugh Of The Seagulls“. Hier brodelt ein Hexenkessel aus Emotionen – und das alles auf 200 BPM.

Fazit:
Exit Humanity ist ein Schuss direkt ins Herz, der gefüllt ist mit Frust, Wut und Grunge-Nostalgie. Wer schon immer einmal ALICE IN CHAINS auf Steroide hören wollte, hat eine neue Lieblingsdroge gefunden. Für alle anderen: eine tödliche Mischung.

Punkte:

Autor: Julian Dürnberger