Band: SATAN´S HAMMER
Album: El Despertar de Satan
Genre: Black/Thrash Metal
Label: Iron Blood And Death Corporation
Trackliste:
01. El despertar de Satán
02. Fuerzas del Mal
03. Satan’s Hammer
04. Melodia Infernal
05. Mortuorio Ritual
06. Nocturno Espectro Siniestro
07. La Muerte Acecha
08. Comandos malditos (Ex-mortis cover)
09. La encarnación del Caos (El ascenso)

Die vier Blackened-Thrasher SATAN’S HAMMER stellen mit El Despertar de Satan ihr Debütalbum vor und lassen Nostalgie sowie tiefste Schwärze hochleben. Als Hörer wird man von Klängen empfangen, die stark an epische Werke von EX MORTIS, BATHORY und DESASTER erinnern, ohne dabei auch nur eine einzige Gitarrenlinie direkt zu imitieren. Lediglich der Stil wird aufgegriffen und auf dem sauber und gut hörbar gemasterten, neun Tracks starken Longplayer der kolumbianischen Vier-Mann-Formation konsequent umgesetzt.
Mit satanischen Texten und thrashigem Riffing wird bereits im Opener „El despertar de Satán“ ohne Umschweife losgelegt. Die Nummer rattert schmuck- und introlos im perfekten Stil der alten Schule à la POSSESSED los, bremst abrupt ab und geht nahtlos in den zweiten Track „Fuerzas del Mal“ über. Dieser kommt schwarzmetallischer, düsterer und weniger thrashig, dafür stärker black/ deathig daher. Eine klare Linie und mehrere Wechsel in Takt und Tempo lockern den Song auf. Instrumental sauber umgesetzt, fehlt es der Nummer jedoch an Wumms und Druck, was sie trotz treibender Blasts etwas dünn wirken lässt. Das heavy-metallische Solo verleiht dem Track zudem eine beinahe fröhliche Note.
Ebenfalls wenig bedrohlich und fast schon rockig wirkt „Satan’s Hammer“, obwohl sich der Song trotz poppigem Aufbau deutlich an späteren Werken von BATHORY und CELTIC FROST orientiert.
Mit „Melodia Infernal“ und „Mortuorio Ritual“ ändert sich das Bild deutlich. Hier wird es endlich schwarzmetallisch düster, und eine okkulte Grundstimmung stellt sich ein. Beide Songs wirken trotz ausgefeilter Leadarbeit und starkem Solo bei teils blackigem, teils death-thrashigem Riffing sehr klassisch und in sich absolut stimmig.
Erhaben und vielversprechend startet „Nocturno Espectro Siniestro“ mit technisch hervorragend umgesetztem Gitarrenpart im bedrohlichen Midtempo. Das Problem der instrumental gewaltig starken Nummer liegt erneut im fehlenden Druckaufbau des Masterings, der den Track eher solide als wirklich gewaltig erscheinen lässt, obwohl dieser das Potential dazu hätte. Dennoch bleiben die starke Einleitung und die hervorragende Gitarrenbridge nicht die einzigen Highlights des Tracks.
MAYHEM-ig und klassisch geht „La Muerte Acecha“ ins Rennen. Zwar weniger abwechslungsreich und ausgefeilt als seine Vorgänger kommt die Nummer ganz ohne herausragende Soli aus, punktet jedoch mit düsterer Grundstimmung, solidem Aufbau, sauberem Riffing und starker Melodieführung. Auch hier bleibt das Potential durch den fehlenden Druckaufbau hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Ein ziemliches Sauertopfgesicht dürften Fans beim EX MORTIS-Cover „Comandos Malditos“ ziehen, denn hier handelt es sich eher um eine Kopie als um eine Neuinterpretation – weshalb dieser Track unkommentiert bleibt.
Der Closer „La encarnación del Caos (El ascenso)“ ist ein geschickt gemachtes Akustikstück auf der Gitarre, das ein abwechslungsreiches Release würdig, wenn auch thematisch etwas zu fröhlich, ausleitet.

Fazit:
El Despertar de Satan ist ein solides Debüt, das Nostalgie und eisige Schwärze klar hochleben lässt und stilistisch stark in klassischem Black/ Thrash verwurzelt ist. Instrumental ist vieles sauber umgesetzt, doch dem Album fehlt über weite Strecken der Druck und der Wumms, wodurch einige Nummern trotz guter Ansätze zu dünn oder sogar zu „fröhlich“ wirken. Richtig stimmig wird’s immer dann, wenn die okkulte Grundstimmung greift und die Songs schwarzmetallisch düster nach vorne gehen – während das EX MORTIS-Cover eher wie eine Kopie wirkt und der Akustik-Closer zwar gut gemacht ist, thematisch aber etwas zu leicht ausleitet.
Punkte:
Autor: Nicki
