ROGGA JOHANSSON – Dreaming The Otherwhere (2025)

 

Band: ROGGA JOHANSSON
Album: Dreaming The Otherwhere
Genre: Death Metal
Label: Iron, Blood And Death Corporation

Trackliste:
01. Dreaming The Otherside
02. A Flesh Conundrum
03. The Night Of Garpe
04. A Few Good Men In The Otherwhere
05. Trailing The Wounded
06. Deadsky Hunter
07. Garpe Awaits
08. Hail The Re-emergers
09. The Rotten Hordes

Musik-Workaholic Rogga Johansson aus Schweden ist mittlerweile dafür bekannt jährlich Releases mit seinen gefühlt 100 Projekten zu veröffentlichen. Er ist ein Aushängeschild der schwedischen Death Metal-Szene und eine treue Anhängerschaft hat ihm über die Jahre die Treue geschworen. Mit seinem gleichnamigen Projekt veröffentlichte der Skandinavier im November 2025 das bereits fünfte Studio-Album. Dieses trägt den Titel Dreaming The Otherwhere, beinhaltet 9 Tracks mit einer Unterhaltungsdauer von ca. 31,5 Minuten und wird wieder über das mexikanische Label Iron, Blood And Death Corporation vertrieben.

Seinen Hang zu epischem und melodischem Death Metal beweist der Schwede schon im Opener „Dreaming The Otherside“. Hier werden diese beiden Elemente mit dezentem Death ’n‘ Roll-Parts kombiniert und schon fühlt man sich als Fan abgeholt. So einfach kann es sein, wenn man weiß, was sich Zuhörer wünschen und auch erwarten. Im darauf folgenden „A Flesh Conundrum“ setzt der Normann vermehrt auf die groovigen Anleihen und melodische Riffs fließen dezenter ein als zuvor. Mit dieser Performance kommt zwar ein etwas anderes Gesicht zum Vorschein aber trotzdem bleibt sich der Solist treu und kann die Hörerschaft perfekt bei Laune halten. Etwas thrashiger geht es dann im dritten Titel „The Night Of Garpe“ zur Sache. Auch diese Facette weiß zu gefallen und bringt frischen Wind ins Geschehen. Im vierten Track „A Few Good Men In The Otherwhere“ setzt Rogga J. wieder mehr auf melodische Akzente, wobei die Nummer fast so klingt als wäre sie von AMON AMARTH geschrieben worden. Etwas zu banal klingt dann auch „Trailing The Wounded“ da die Viking Metal-Anleihen nur mit thrashigen Elemente kombiniert wurden. Aber auch hier hat man das Gefühl diese Art von Songs schon mehrfach gehört zu haben. Im weiteren Album-Verlauf wiederholt sich der Schwede leider zu oft. Damit kann er zwar für gute Stimmung sorgen, in bleibender Erinnerung kann er damit aber nicht bleiben. Schade, da das Album gut begonnen hat.

Fazit:
Rogga Johansson steht normalerweise für soliden Melodic Death Metal. Auf seinem neuesten Werk Dreaming The Otherwhere wirkt es jedoch so als würde AMON AMARTH huldigen. Nach gutem Start hat man das Gefühl ein älteres Werk der schwedischen Wikinger im Player zu haben. Wer noch nicht genug davon hat, der wird bei dieser Scheibe fündig. Wer sich jedoch etwas mehr Innovation erwartet, wird hier enttäuscht.

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll