PROPHETS TOMB – Through Pain (2025)

 

Band: PROPHETS TOMB
Album: Through Pain
Genre: Progressive Death/Black Metal
Label: WormHoleDeath

Trackliste:
01. Play Me…
02. Bear Trap
03. Pit Of Needles
04. Gift Of Life
05. Last Man Standing
06. Shattered Glass Coffin
07. Pound Of Flesh / Death Sentence

Through Pain ist bereits das 4. Album des Progressive Death Metal-Trios PROPHETS TOMB aus Denver, Colorado, aber das erste, das über WormHoleDeath Records veröffentlicht wurde. Das Album liefert uns eine geballte Ladung an brachialen Gitarrenriffs mit progressiven Twists, und das auf extrem hohem technischen Niveau, wie wir es im Underground nicht unbedingt vermuten würden.

Bereits das instrumentale Intro mit dem bezeichnenden Titel „Play Me…“ kündigt ein düsteres Werk an, das mit „Bear Trap“ im Midtempo unmittelbar die Todesblei-Walze über die Hörer:innen ergießt. Die tiefer gestimmten Gitarren, die brutalen Growls und die Tempowechsel entführen uns in einen bedrohlichen Sumpf voller Horrorthemen. „Pit Of Needles“ ist der erste Höhepunkt dieses Albums, er drückt ordentlich auf das dunkle Ambiente mit Sprechgesang und Double-Bass Drums und Vocals, die einerseits harmonisch, andererseits dissonant erscheinen. Anschließend wird mit „Gift Of Life“ die progressive Seite bedient – Cleane Refrains im Kontrast zu den tiefen Growls verstärken die Düsternis, bis diese mit beinahe lieblich anmutenden folkigen Gitarren wieder aufgelockert wird. Der nächste Song „Last Man Standing“ bietet wieder progressive Abwechslung im brutalen Death Metal, der hier auch noch mit dezenter symphonischer Untermalung aufwartet. „Shattered Glass Coffin“ groovt ordentlich dahin und erfreut mit einem zerstörerischen Gitarrenriff der absoluten Sonderklasse. Der abschließende Song „Pound Of Flesh/Death Sentence“, zugleich der längste mit 6:53 Minuten, besticht mit einer epischen Melodie und dezenten Orgelklängen im Hintergrund. Die symphonischen Akzente erhellen das Thema und machen den Song sehr eingängig, bevor es geradewegs wieder in die Hölle geht. Ein toller Abschluss eines leider viel zu kurzen, sehr abwechslungsreichen Werks, in das neben der schweren Wucht seines Sounds auch einige unterstützende Elemente aus dem Progressive/Symphonic/Black Metal eingebaut wurden. Unglaublich eigentlich, dass hier nur drei Männer am Werk waren.


Fazit:
Ein absolut gelungenes Album, das Death Metal gekonnt mit progressiven, symphonischen und Sludge Elementen kombiniert, die dem Album eine Tiefe verleihen, ohne zu kompliziert daherzukommen und soviel Lust auf Mehr macht. Hier gibt es eigentlich nur einen Punkt zu kritisieren, die 28 Minuten Laufzeit sind wirklich viel zu kurz.

Punkte:

Autor: Tara108