Band: NARGAROTH
Album: Apocalyptic Steel
Genre: Black Metal
Label: Season Of Mist
Trackliste:
01. Intro
02. Steel Apocalypse
03. Twisted Steel
04. I Drink Alone
05. Metalheart
06. Dresden
07. Shelter The Faithless
08. Man Of Mayhem
09. Requiem Germania

Die Welt steht näher am Abgrund als dies noch vor Jahren der Fall war. Der Kampf um Rohstoffe schreitet immer weiter voran und just in dieser Zeit rotzt uns Ash ein neues Werk von NARGAROTH vor die Füße, welches auf den treffenden Namen Apocalyptic Steel hört. Dieser Auswuchs aus Ashs Gedankenwelt erblickt nun nach fast 12 Jahren das Licht der Welt. Aufgenommen wurde das ganze schon im Jahr 2014, war jedoch bis heute unveröffentlicht.
NARGAROTH sollte ja eigentlich jedem bekannt sein, da sie bzw. der Mann hinter dieser Kapelle, den deutschen Black Metal ab Mitte der 90er stark mitgeprägt hat. Wenn auch nicht immer ohne Kontroverse, aber das gehört ja eigentlich zum guten Ton einer rebellischen Grundeinstellung. Aber wo ordnet sich Apocalyptic Steel nun ein, da es über die letzten Alben ja durchaus die ein oder andere Diskussion gab. Apocalyptic Steel präsentiert sich primär als ein Zweigespann aus der Aggressivität alter NARGAROTH Stücke, wie auch aus tiefgreifenderen Stücken, die wesentlich mehr auf Melodie und innere Zerrissenheit setzten. Hier wären gerade die beiden Stücke „Dresden“ und „Requiem Germania“ zu nennen, die sich mit persönlichen Themen beschäftigen. Wer sich ein wenig mit Ash bzw. Rene als Mensch beschäftigt und auch Interviews in letzter Zeit mit ihm verfolgt hat, wird schnell merken, wie viel Lebenserfahrung, in diese Stücken geflossen ist. Die Überraschungsnummer der Platte wird wohl für viele der Titel „Metalheart“ sein. Eine Mischung aus Thrash, gepaart mit Heavy und Black Metal, definitiv Interessant! Aber nicht nur dieses Stück, sondern auch „Twisted Steel“ und „Steel Apocalypse“ haben eine deftige Breitseite aus dem Thrash und Death Metal abbekommen.

Fazit:
Da ist sie nun, die neuste NARGAROTH, wobei die Stücke ja eigentlich schon knapp 12 Jahre auf dem Buckel haben. Kommt die Scheibe mit ihren knapp 39 Minuten daher altbacken daher? Nein, das tut sie definitiv nicht. Sie fühlt sich mit jedem mal Hören persönlicher an, wie eine Essenz des René Wagner. Sie bietet gespielte Genre-Vielfalt, die aber nicht so durcheinander gewürfelt ist, dass es störend ist, sondern eher verwoben klingt. Von der Partygranate „Metalheart“ bis zum düster-nachdenklichen „Dresden“.
Punkte:
Autor: Julian Gabelunke
