Band: INFERNAL PRESENCE
Album: Fiery Paths
Genre: Black Metal
Label: Darkness Shall Rise Productions
Trackliste:
01. Into The Obscure
02. Eternal Exodus
03. Tomb Procession
04. Beyond The Blackness
05. Souls Of Unlight
06. Infernal Presence

Mit INFERNAL PRESENCE steigt ein Klang aus den tiefsten Ritzen des Undergrounds empor.
Ihr Debüt Fiery Paths ist weniger ein klassisches Album als ein finsteres Klangritual, geboren aus Lärm, Wille und Dunkelheit. Hier wird nichts geglättet und nichts erklärt – die Musik spricht in rohen, ungeschützten Impulsen. Ein Werk, das sich verweigert, fordert und dabei seine eigene Logik entfaltet.
INFERNAL PRESENCE öffnen Fiery Paths wie ein rostiges Tor zu einer verborgenen Welt.
Es ist genau jener Sound, den man unweigerlich vor Augen hat, wenn das Wort „Underground“ fällt.
Mit „Eternal Exodus“ wird der Hörer ohne Vorwarnung in diesen Abgrund gestoßen.
Die Musik hält keinen Abstand, sie kommt zu nah, kratzt, schmerzt und umschließt.
Immer wieder verschwimmen die Grenzen zwischen Proberaum und schwarzem, satanischen Ritual.
Der Schmutz im Klang wirkt nicht inszeniert, sondern organisch und zwingend notwendig.
Gitarren reißen raue Schneisen durch die Finsternis, roh, unnachgiebig und voller Spannung.
Das Schlagzeug pulsiert wie ein fiebriges Herz unter kaltem Stein.
„Tomb Procession“ nimmt das Tempo an die Leine und lässt Bedrohung langsam wachsen.
Die Produktion bleibt bewusst holprig, dreckig und kantig.
Hier wird Atmosphäre nicht erzeugt, sondern freigelegt.
„Beyond The Blackness“ entfacht noch einmal flackernde Aggression, bevor alles weiter absinkt.
Sechs Songs in 28 Minuten erweisen sich als perfekte, kompromisslose Form.
Kein Titel drängt sich in den Vordergrund, alles ist Teil eines geschlossenen Flusses.
Fiery Paths funktioniert nur als vollständiges Ritual, nicht als lose Aneinanderreihung von Stücken.
Anspieltipp: „Souls Of Unlight“

Fazit:
Fiery Paths ist kein Album für den flüchtigen Moment und kein Werk für audiophile Hi-Fi-Ohren.
Es verlangt Hingabe, Konzentration und die Bereitschaft, sich der Dunkelheit auszusetzen.
Erst mit wiederholtem Hören öffnet sich seine volle Tiefe, Schicht für Schicht, wie ein langsam gesprochenes Mantra.
Für Hörer, denen Atmosphäre, Authentizität und rohe Intensität wichtiger sind als makellose Perfektion, ist Fiery Paths eine eindringliche, nachhaltige Offenbarung aus dem Untergrund.
Punkte:
Autor: Tom K.
