Band: INCINERATION IN THE INFINITE
Album: Serpent’s Tongue & Other Rituals
Genre: Blackened Doom Metal
Label: WormHoleDeath
Trackliste:
01. Satanic Ritual In The Fog of Night
02. Dancing Among The Stars
03. The Gates Of Daemons
04. Piety
05. In Hell I Call To Darkness
06. Scroll Of Creation
07. Ritual
08. Wretched World
09. Kingdom Of Nightmares

INCINERATION IN THE INFINITE ist ein Solo-Blackened-Doom-Projekt, aus New York, das seit 2024 mit rasanter Geschwindigkeit neuen Stoff kreiert. Serpent’s Tongue & Other Rituals reiht sich ein in die dunkle Linie von hypnotischem Black/Doom älterer US-Bands, jedoch mit ritualistischer Atmosphäre.
Musikalisch dominiert ein zäher, repetitiver Doom-Grundton, durchzogen von tremolo-geladenen Gitarren. Schneidende Leads und dröhnende Riffs runden es ab. Das Schlagzeug ist minimalistisch ausgelegt. Langsame, hallende Beats mit Erinnerung an eine Ritualtrommel. Gesang bleibt überwiegend klar. Diese anmutige Beschwörung wird punktuell durch einen Schrei gezielt zerrissen.
Der langsame Aufbau des ersten Tracks “Satanic Ritual In The Fog of Night” zieht sich direkt in die Länge. Aufbauende Tremolo-Riffs lassen sanft in das dunkle Ritual eintauchen. „Dancing Among The Stars“ nimmt ein bisschen Fahrt auf. Sich wiederholende Gitarrenriffs wirken hypnotisierend. Das Gefühl eines unbeschwerten Tanzes kommt auf. „The Gates of Daemons“ kommt bereits massiv daher. Schwermutig mit steigernden Gesang baut sich Dämonenchor auf. Der Track ist der Höhepunkt der Compilation. „Piety“ fungiert als dunkler Übergang. Langsam und mit noch tieferem, bedrohlichen Gesang wird man auf Schlimmeres vorbereitet. „In Hell I Call To Darkness“ werden die Riffs Schneller. Black-Metal Elemente nehmen spürbar zu und beschwören die Finsternis direkt herauf. „Scroll Of Creation“ wird direkt mystisch. Repetitiv und Fortlaufend bis tribales trommeln wirkt und mit okkulten Lyrics auf den nächsten Track einstimmt. „Ritual“ ist pure Zeremonie. Minimalistisch und repetitiv wird im durchdachten Ambiente Spannung aufgebaut. „Wretched World“ zerschmettert als Weltuntergangs-Hymne mit verzweifeltem Gesang über die Verkommenheit. „Kingdom Of Nightmares“ schließt in Überlänge als Albtraum-Ausklang.

Fazit:
Serpent’s Tongue & Other Rituals ist roher, ungeschminkter Blackened Doom für Nächte, in denen das Licht einfach nur stört – hypnotisch, satanisch, ohne große Aufmachung.
Punkte:
Autor: Christian S.
