Band: HELLSPAWN
Album: Euphorias – Stories Of My Multitude
Genre: Death Metal
Label: Old Temple
Trackliste:
01. Euphorias
02. Helel Ben Shahar
03. What Comes From Man
04. What Shall Not Stand In The Books Of Nazareth
05. Elysium
06. Gospels
07. Pandemonium
08. Trinitarian
09. Infernal Descension

HELLSPAWN ist ein Death Metal-Quartett aus Polen. Gegründet wurde die Band bereits 2003 und zählt somit zu den Urgesteinen der polnischen Death Metal-Szene. Bisher veröffentlichte das Vierer-Gespann vier Longplayer und eine EP. Das vorliegende Album Euphorias – Stories Of My Multitude erblickte im Mai 2025 das Licht der Tonträgerwelt. Der Silberling beinhaltet 9 Tracks und bietet Unterhaltung für knapp 39 Minuten. Vertrieben wir die Scheibe über das in Polen ansässige Label Old Temple.
Man merkt HELLSPAWN die jahrzehntelange Erfahrung von der ersten Sekunde weg an. Sie wissen genau wie man performen muss, um die Hörerschaft bei Laune zu halten. So setzen sie zumeist auf Mid-Tempo Death Metal mit groovigen Riffs und einer ganz dezenten Portion Black Metal. Der Sound ist klar und es sind zu jeder Zeit alle Details gut wahrnehmbar. Einzig die Vocals wirken zu gleichförmig und können das Niveau der musikalischen Leitung nicht halten. Dies liegt vor allem daran, dass die Vocals wie tief gesprochene Dialoge klingen und nicht wie zu erwarten Growls enthalten. Dadurch klingen sie schnell monoton und wirken wie oftmals wie ein Fremdkörper. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Mix aus tiefen Growls und Screams ein wesentlich besseres Gesamtergebnis ermöglich hätte. An der Musik scheitert es definitiv nicht, da man hier, wie bereits anfänglich erwähnt, sein Handwerk versteht und auch sehr abwechslungsreich agiert. Auf der Scheibe sticht mit „What Shall Not Stand In The Books Of Nazareth“ ein Song besonders heraus. Hier sind die schwarzmetallischen Anleihen wesentlich höher als in den anderen Tracks und mit dieser Nummer können sich die Polen sofort im Gehörgang festsetzen. Da hier die Vocals nur eine Nebenrolle spielen, kann man die zuvor erörterten Mankos besser verkraften. Alles in allem ein solides und mitreißendes Album zugleich. Die Vocals sind Geschmacksache und so seltsam es klingt, aber vielleicht verleihen gerade diese der Performance von HELLSPAWN ein Erkennungsmerkmal.

Fazit:
HELLSPAWN feuern auf Euphorias – Stories Of My Multitude ein todesmetallisches Feuerwerk mit schwarzmetallischen Anleihen ab. Die Polen wissen genau worauf es ankommt und können die Hörerschaft von der ersten Sekunden an in Extase versetzen. Einzig die Vocals sind sehr gewöhnungsbedürftig, aber damit kann man sich im Verlauf des Albums immer besser arrangieren.
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
