Band: EVOCATUS
Album: Inevitable Death
Genre: Melodic Death Metal
Label: WormHoleDeath
Trackliste:
01. Into Everlasting Night
02. Serpent Of Chaos
03. The River Styx
04. …And Die In My Name
05. In Graves Unknown
06. For Death And Glory
07. Devoted To Inevitable Death
08. The Siren’s Call
09. To Live By The Sword
10. A Fate Worse Than Death

EVOCATUS ist ein Melodic Death Metal-Quintett aus Australien. Gegründet wurde die Band 2012 in Muswellbrook (New South Wales), ist aber mitterweile in Newcastle (New South Wales) beheimatet. Nach einer gleichnamigen EP (2014), folgte 2017 das Debut-Album Mortem In Deos. 2020 erschien mit Path To Tartarus das zweite Langeisen der Aussies. Mit dem vorliegenden dritten Werk Inevitable Death erschien im August 2025 der dritte Longplayer über das italienische Label WormHoleDeath. Der Silberling wurde mit 10 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für knapp 51 Minuten.
Mit dem epischen Intro „Into Everlasting Night“ wird das Album eingeleitet und man ist gespannt wie ein Bogen auf die darauf folgende Nummer „Serpent Of Chaos“. Diese hat ein orientalisches Flair und kann die Atmosphäre von der Einleitung gut beibehalten. Geboten wird wie angekündigt melodischer Death Metal mit symphonischer Begleitung. Dieser Mix kann den Zuhörer von Beginn weg sehr gut mitreißen und fesseln. Die Jungs aus Down Under sorgen für mächtig gute Stimmung und können der Hörerschaft auch immer wieder ein Kopfnicken entlocken. In „The River Styx“ kehrt man dem Märchen aus 1000 und einer Nacht den Rücken zu und konzentriert sich mehr auf standardmäßigen Melodic Death Metal. Hier könnte auch eine Band aus Finnland im Player liegen und man würde den Unterschied nicht merken. In Nummer 4 „…And Die In My Name“ bleibt man wie zu erwarten der Gangart treu, kann den Zuhörer aber nicht mehr so fesseln wie zu Beginn. Alles wirkt einfach zu vertraut und man verzettelt sich immer wieder in Spielereien und wie man ja bekanntlich weiß, liegt im Detail oft der Hund begraben. „In Graves Unknown“ schafft es dann durch thrashige Anleihen und Heavy Metal-Flair wieder für Aufbruchstimmung zu sorgen. Die Musik klingt zwar schon sehr kommerziell und ist mit Sicherheit für ein breites Publikum geeignet. In „For Death And Glory“ setzt man mehr auf stampfenden Takt und groovige Performance und dies bringt deutlich frischen Wind in die musikalische Landschaft, auch wenn man sich teilweise stark an Amon Amarth erinnert fühlt. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch das darauffolgende „Devoted To Inevitable Death“. „The Siren´s Call“ wirkt dann im Vergleich zu den vorangegangenen Tracks wieder wesentlich epischer, hat aber auch dieses typische Viking Metal-Flair und erinnert dadurch wieder sehr stark an die schwedische Wikinger-Flotte und lässt eine eigene Identität vermissen. Im vorletzten Titel „To Live By The Sword“ versucht man mit Heavy Metal-Anleihen und einer klaren Frauenstimme das Ruder herum zu reißen. Dies gelingt jedoch nur bedingt, da man sich zwar von nordischen Ketten befreit, aber von innovativem Songwriting meilenweit entfernt. Hinzu kommt, dass die Laufzeit mit über 7 Minuten die Nerven des Zuhörers strapazieren. Im abschließenden „A Fate Worse Than Death“ fragt man sich warum die Australier erst jetzt zeigen was wirklich in ihnen steckt. Wirkte man zuvor oft wie eine Amon Amarth Cover-Band, strahlt man jetzt Selbstbewusstsein aus und kann selbst bei einer Spieldauer von über 8 Minuten überzeugen. Schade, hätte man sich so von Beginn weg präsentiert, dann wäre das Urteil wesentlich besser ausgefallen.

Fazit:
EVOCATUS lassen auf ihrem Album Inevitable Death leider oft eine eigene Identität vermissen und alles wirkt vertraut und oftmals gehört. Auch wenn man mit der Musik für Stimmung sorgen kann, wird man sich so nur schwer von der breiten Masse abheben können. Das Potential ist definitiv vorhanden und blitzt immer wieder auf, aber leider kann man die Flamme immer nur kurz am Leben halten.
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
