Band: DODSFERD
Album: Death Shall Purify the Wounds of Your Fragile Mortality
Genre: Black Metal
Label: Fucking Your Creation Records
Trackliste:
01. Staring at the Forthcoming Chaos)
02. Doomed in Eternal Solitude
03. Suicide and the Rest of Your Kind Will Follow
04. His Veins Colored the Room
05. Death Has Always Been the God of Man
06. Million Deaths Inside
07. Deterioration

DØDSFERD kommt aus Griechenland und wurde 2001 gegründet. Seither ist ein umfangreiches Werk aus zahlreichen Alben, Splits und EPs entstanden, das sich über zwei Jahrzehnte hinweg an Tod, Abscheu und der Verachtung menschlicher Schwäche abgearbeitet hat. Stilistisch ist das Schaffen dem Black Metal zuzuordnen. Die Umsetzung ist langsam und schwer und einer düsteren Grundstimmung. Death Shall Purify the Wounds of Your Fragile Mortality von 2020 ist keine neue Platte im engeren Sinn, sondern eine Zusammenstellung der schwärzesten Stücke aus verschiedenen Phasen, remastert, plus einem eigens aufgenommenen Schlusstitel.
Die Gitarren tragen die Stücke mit langen, repetitiven Riffs, die mal verzerrt und schneidend, niederschmetternd und klagend liegen. Sie halten die Spannung über Minuten, ohne sich in nicht notwendigen Soli zu verlieren. Das Schlagzeug bleibt meist im mittleren oder langsamen Tempo, mit gezielten Blastbeats an den richtigen Stellen. Es hämmert nicht durchgehend, sondern lässt Raum zum Absinken. Der Gesang ist rau, gequält und ursprünglich. Die Stimme trägt Schmerz und Abscheu.
„Staring At The Forthcoming Chaos“ öffnet fast zehn Minuten lang. Zu Beginn klarere, ruhigere Töne, gefolgt von verzerrte Gitarren und gequälte Schreien. Das Schlagzeug bleibt schleppend und verzichtet auf Dominanz. „Doomed In Eternal Solitude“ ist kürzer und dichter und bietet dem Schlagzeug mehr Raum, hart und direkt. „Suicide And The Rest Of Your Kind Will Follow“ dehnt sich auf knapp neunzehn Minuten. Eine Dauerbelastung ohne Raum für Soli. „His Veins Colored The Room“ bleibt ebenfalls lang und schwer. Die Gitarren liegen dumpf. Das Schlagzeug macht sich bemerkbar, ohne das Bedürfnis zu beschleunigen. „Death Has Always Been The God Of Man“ verdichtet die Atmosphäre. „Million Deaths Inside“ zieht wieder in die Länge und bleibt dem Stil treu. „Deterioration“ bricht zum Abschluss aus. Klare Gitarre, langsames Schlagzeug, griechischer Sprechgesang statt Schreien. Nichtsdestotrotz kalt im Ausdruck.

Fazit:
Düster und zermürbend. Die Zusammenstellung hält über fünfundsiebzig Minuten eine Linie, die sich nicht um Abwechslung kümmert. Die langen Stücke funktionieren, weil Gitarre und Schlagzeug das Tempo nicht verraten und der Gesang nicht nachlässt. Der neue Schlusstitel bricht die Härte, ohne die Haltung aufzugeben.
Punkte:
Autor: Christian S.
