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ASTERIAE – Miejsce, które nazywam sobą (2025)

28. Januar 2026 Reviews

Band: ASTERIAE
Album: Miejsce, które nazywam sobą
Genre: Post-Black Metal/Hardcore

Trackliste:
01. 1 – 4 – 8
02. Ruiny
03. Tchnienie
04. Uwolniłem się 
05. Toń

Mit Miejsce, Które Nazywam Sobą öffnen ASTERIAE keinen sicheren Raum, sondern einen schonungslos ehrlichen. Von Beginn an liegt eine spürbare Hoffnungslosigkeit in der Luft, schwer und allgegenwärtig. Dieses Album klingt nicht nach Flucht, sondern nach Ausharren. Es ist ein Werk, das Nähe zulässt – um sie im nächsten Moment brutal zu verweigern.

Das Album verströmt eine konstante Hoffnungslosigkeit, die sich tief in die Songs eingräbt. Es ist bissig, aggressiv und von einer Wut getragen, die nie plakativ wirkt. Immer wieder wiegt dich die Musik kurz in Sicherheit, nur um dir im Anschluss mit voller Wucht ins Gesicht zu schlagen. Diese Wechselwirkung erzeugt eine beklemmende, fast körperliche Spannung. Gitarren schleppen sich zäh und schwer voran, als würden sie gegen inneren Widerstand ankämpfen.
Dann wiederum bricht der Hardcore-Einfluss unvermittelt durch und reißt alles mit sich.

Der Opener „1 – 4 – 8“ etabliert dieses Prinzip aus Täuschung und Eskalation eindrucksvoll. In „Ruiny“ verdichten sich Frustration und Gewalt zu einer fast erdrückenden Dynamik. Trotz der teils beachtlichen Länge der Songs entstehen dabei keine unnötig langen Füllpassagen. Jede Minute wirkt bewusst gesetzt, nichts verliert sich im Selbstzweck. Die Band sagt genau das, was gesagt werden muss – nicht mehr, nicht weniger.


„Tchnienie“ nutzt Zurückhaltung nicht als Schwäche, sondern als Spannungsquelle. Die rohe Produktion unterstreicht diesen kompromisslosen Ansatz zusätzlich. „Uwolniłem Się“ bündelt Aggression und Klarheit zu einem kontrollierten Ausbruch. Spätestens hier wird deutlich, dass Abwechslung regiert und kein Einheitsbrei entsteht.

Anspieltipp: „Uwolniłem Się“

Fazit:
ASTERIAE liefern mit Miejsce, Które Nazywam Sobą ein konsequentes, vielschichtiges Album ab. Die Mischung aus Hoffnungslosigkeit, Aggression und Dynamik wirkt durchgehend glaubwürdig. Trotz Härte bleibt Raum für Struktur und Nuancen.
Ein Werk, das fordert, trifft und lange nicht loslässt.

Punkte:

Autor: Tom K.

  • asteriae
  • hardcore
  • miejsce które nazywam sobą
  • poland
  • posen
  • post metal
  • post-black metal
  • poznan
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