Band: AROUSE THE DARKNESS
Album: Lost In Grief
Genre: Melodic Death/Doom Metal
Trackliste:
01. Welcome To Hell
02. Invisible Man
03. Night Of Hunter
04. Empire Of Illusion
05. Fading Flames
06. Lament Of Souls
07. Broken Wings
08. Lost In Grief

Das polnische Melodic Death/Doom Metal-Duo AROUSE THE DARKNESS ist seit 2020 aktiv und konnte gleich mit seinem Debut-Album Cemetery Of Buried Hopes für Furore in der Underground-Szene sorgen. Mit eingängigen Melodien konnte man den Zuhörer von Beginn weg fesseln und trotz der beachtlichen Laufzeit von ca. 55 Minuten wartete die Anhängerschaft ungeduldig auf den Nachfolger. Dieser erschien Ende September über das Label Mara Productions und trägt den Titel Lost In Grief. Der Silberling wurde mit 8 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für ca. 63 Minuten.
Wie schon anfangs erwähnt, hat man sich die Messlatte mit dem gelungenen Debut-Album selbst sehr hoch gelegt. Von daher durfte man gespannt sein, ob das Duo diese Erwartungshaltung des Zuhörers erfüllen kann. Mit dem ca. 8minütigen Opener „Welcome To Hell“ bekommt man gleich die gewohnt harmonischen und eingängigen Riffs zu hören und man fühlt sich gleich wie zu Hause. Also darf man als Zuhörer beruhigt sein, denn die Polen sind ihrem musikalischen Weg treu geblieben. Auch der präzise Einsatz von Synths ist perfekt gelungen. Gefühlt ist der Sound noch einen Tick besser gemastert als beim Debut und so steht einem einstündigen Ohrenschmaus nichts mehr im Wege. Auch im zweiten Track „Invisible Man“ wird die Hörerschaft sofort gefesselt und diesmal sind sogar dezente Clean-Vocals zu hören, die der Musik noch mehr Doom-Flair verpassen. Im darauffolgenden Track „Night Hunter“ verpasst das Duo es jedoch, der Performance frischen Wind einzuhauchen. Auch wenn der Titel für sich alleine überzeugen kann, fehlt die nötige Abwechslung zum bisher Gehörten. Im ca. 9minütigen „Empire Of Illusion“ zeigen die Polen dann, dass sie auch bei höherer Geschwindigkeit überzeugend agieren können, aber auch hier kehrt man zu schnell zu doomigen Klängen zurück. Dadurch wird aus dem frischen Wind nur ein laues Lüftchen. Im Verlauf des Werkes kann man nie so wirklich aus der Komfortzone entfliehen. So bekommt der Zuhörer zwar einen mitreißenden Song nach dem anderen serviert, aber es fehlt doch bei einer Laufzeit von über einer Stunde die nötige Abwechslung. Hätte man das volle Potential ausgeschöpft, dann wäre hier noch mehr möglich gewesen. Auch wenn es jammern auf hohem Niveau ist, muss man diese Kritik ansprechen.

Fazit:
AROUSE THE DARKNESS liefern auf ihrem zweiten Werk Lost In Grief ein gewohnt melodisches und fesselndes Melodic Death/Doom-Album ab. Trotz der eingängigen Melodien und der knisternden Atmosphäre fehlt es der Scheibe doch etwas an Abwechslung um den Zuhörer über eine Laufzeit von über einer Stunde bei Laune zu halten.
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
