Band: VAMPYRIIA
Album: Luxuria Sanguis Plenilunium
Genre: Black Metal/Ambient
Label: Void Wanderer Records
Trackliste:
01. Language of Baphomet
02. Viper Venom
03. Rites of the Night
04. Supreme Flame
05. Dragon Necromancy
06. The Sign of Infinity

Blutrot erstrahlt der Mond über dem Land. Langsam lichtet sich das dichte Wolkenmeer, welches bis eben noch das Antlitz der mächtigen Bauten verbarg. Nun aber erleuchten, dunkel und bedrohlich, die Bauten von VAMPYRIAA das Land. Traut ihr euch dieses dunkle Stück Land in der Lombardei zu betreten? Der Kopf, mit den spitzen Zähnen, hinter diesem Projekt, mit dem Namen Noctu lädt euch herzlichst dazu ein!
Drei Jahre ist es nun her das VAMPYRIAA ihren Erstling aus dem dunklen Sarg gelassen haben. Mit Luxuria Sanguis Plenilunium (Luxus, Blut, Vollmond) steht nun der zweite, bissige Langspieler ins Haus. VAMPYRIAA, wie der Name schon sagt, ist im Vampyric Black Metal beheimatet. Musikalisch wird das auch sehr schnell klar. Das Werk wird durch leicht dumpfen, mit schrillen Gitarren gepaarten, melodiösen Sound geprägt. Eingestreute Ambiente Passagen untermalen die dunkle Klangwelt. Im Gegensatz zum Klassenprimus Order Of Nosferat, lassen VAMPYRIAA allerdings wesentlich weniger Ambiente Passagen oder auch Stücke in ihr Werk einfließen. Am Ende obliegt es dem Hörer des Genres, ob er lieber eine ausgedehntere Atmosphäre, wie bei Order Of Nosferat haben möchten, oder strafferen Sound. Luxuria Sanguis Plenilunium fühlt sich eher wie eine Flucht, in der ihr das Opfer werden könntet, an. Nehmen wir z.B. „Rites Of The Night“, anfänglich seid ihr Noctu entkommen, und dieser jagt euch durch die Gemäuer seines Schlosses. Ihr schafft es, einen Platz zu finden, an dem ihr euch sicher glaubt, das Tempo und euer Herzschlag gehen runter, die Gefahr ist trotzdem noch da und sucht euch weiterhin. Bei dem Stück „Supreme Flame“ wohnt ihr dagegen, verborgen in einer dunklen Ecke, einem Ritual bei, welches euch das Blut in den Adern erstarren lässt. Luxuria Sanguis Plenilunium erschafft Bilder und Szenarien in eurem Kopf, welche alle samt aus klassischen Horrorfilmen stammen könnten, und genau das ist die Stärke bei diesem Album.

Fazit:
Mit seinem zweiten Album Luxuria Sanguis Plenilunium liefert Noctu, unter seinem Projekt VAMPYRIAA ein Werk ab, welches euch in eine dunkle und bedrohliche Atmosphäre entführt. Den großen Orlok namens Order Of Nosferat mag er nicht ablösen, dafür fehlt dann doch etwas mehr Atmosphäre. Wer seinen Geist allerdings für gute 37 Minuten, in eine Welt der Dunkelheit, entfliehen lassen möchte, ist hier genau richtig. Steckt lieber zu viel als zu wenig Knoblauch in eure Taschen, Noctu erwartet euch bereits…
Punkte:
Autor: Julian Gabelunke
