IFFERNET – Life At Heart (2026)

Band: IFFERNET
Album: Life At Heart
Genre: Black Metal

Trackliste:
01. With the Past
02. Triumph of Death
03. Melancholia
04. Nothing Comes from Digging
05. A Gate
06. Life at Heart
07. Salvation


IFFERNET ist ein französisches Duett das Ende der 2010er Jahre gegründet wurde. Mit bisher zwei Alben und einer Split-Veröffentlichung hat die Band eine kontinuierliche Entwicklung durchlaufen. Ihr drittes und aktuelles Album Life At Heart vertieft die düstere, introspektive Ausrichtung gepaart roher Intensität. Stilistisch ordnet es sich in den Black Metal ein, geprägt von atmosphärischer Schwere und emotionaler Direktheit.

Die Gitarren erzeugen schneidende, tremolierende Riffs, die sich in verschiedenen Schichten aufbauen und eine beklemmende Spannung erzeugen. Der Einbau von ruhigen Passagen lässt Melancholie besser wirken. Das Schlagzeug treibt das Geschehen mit hämmernden Wirbeln und donnernden Beats voran. Ruhige Teile verstärken den sich aufbauenden emotionalen Druck. Der Gesang besteht aus gequälten Schreien und gebrochenen Vocals, die rohe Verzweiflung transportieren und sich nahtlos in die instrumentale Wucht einfügen.
Mit „With the Past“ eröffnet das Album mit fernen Gewitter- und Regenklängen, die in rasende Riffs und donnerndem Schlagzeug übergehen. Die Vocals erzählen von unerträglichen und schmerzvollen Lasten.  „Triumph of Death“ folgt mit boomenden Beats und beißenden Riffs, die in agonievolle Schreie münden, bevor sich langsamere, hoffnungsvolle Momente gegen schwarze Sonnen andeuten. „Melancholia“ taucht in blumige Traurigkeit ein. Die erstickenden Vocals wirken zugleich hart und sanft. „Nothing Comes from Digging“ ist kurzweilig und direkt. „A Gate“ thematisiert das Vermeiden einer Tür zu Erinnerungen und Leid, mit repetitiven Passagen. „Life At Heart“ ist das pulsierende Herzstück und reißt emotional tief hinunter. „Salvation“ entlässt aus der tiefen Dunkelheit, ohne Erlösung.

Fazit:
Geisteskrank und berührend. Das Album taucht ohne Kompromisse in Schmerz und Erinnerung ein, wobei die musikalische Wucht perfekt die lyrische Verzweiflung trägt. Die Tracks bauen eine kohärente Reise von Dunkelheit zu fragiler Hoffnung auf. Insgesamt ein starkes, intensives Werk. 

Punkte:

Autor: Christian S.