Band: WINTERWALD
Album: Der Jagasprung
Genre: Atmospheric Black Metal
Label: Running Wild Productions
Trackliste:
01. Intro
02. Die Klagestimmen
03. Zwischenspü
04. Das salige Fräulien
05. Der Jagasprung
06. Das Trauerkrüglein
07. Sebastian Inwendig
08. Die weiße Rose von Kloster Arnoldstein
09. Outro

Es war einmal eine Kreatur, welche in mitten eines dunklen Waldes lebte. Mystisch war ihre Geschichte und voller Ehrfurcht redeten die Menschen von ihr. Jedem der sie aufsuchte erzählte sie Geschichten rund um das Land, in dem sie seit Urzeiten lebte. Sie hat drei Köpfe und vermag es, jedem der es wagt, diese Geschichten auch mit musikalischer Untermalung darzubieten. Naja vielleicht nicht ganz wahr mag diese Einleitung sein, bei der Kreatur handelt es sich um das Projekt WINTERWALD. Drei Mannen die euch Geschichten und Erzählungen aus ihrer österreichischen Heimat näher bringen wollen. Dabei greifen sie auf einen sehr speziellen Mix zurück. Diese Mischung verbindet Ambiente mit Black Metal, allerdings auf eine sehr eigene Art und Weise. Bei dem Titel „Die Klagestimmen“ beispielsweise bekommen wir instrumental die schwarzmetall Seite zu hören, allerdings werden die Vocals darüber gesprochen. Nicht auf eine klare Weise, sondern wie durch einen Amateurfunk-Empfänger. Stücke wie das „Intro“ oder auch „Das Salige Fräulein“ werden durch den Einsatz einer Harfe verstärkt. Dabei wechselt der Stil immer wieder wild hin und her. Wie eine Sturmnacht die nie ganz zu verstehen geben will, wohin sich der Wind als nächstes zu drehen vermag. „Das Trauerküglein“ besticht dann noch als klarster Vertreter des schwarzmetall Genres, wird aber danach direkt wieder abgelöst, von einem Selbstgespräch im Lied „Sebastian Inwendig“.

Fazit:
WINTERWALD liefern mit ihrem zweiten Album Der Jagasprung ein Experiment ab, und zwar eines welches definitiv nicht jeden Hörer erreichen wird. Das Album setzt es definitiv voraus, dass man sich mit dem Material auseinandersetzten will, nicht möchte, sondern explizit will. Dabei nehmen die Ambientepassagen den Großteil der knapp 32 Minuten ein und lassen euch die Freiheit, euch selbst ein Bildniss zu erschaffen.
Punkte:
Autor: Julian Gabelunke
