Band: AMONGRUINS
Album: Advent Of Chaos
Genre: Melodic Death Metal
Label: Theogonia Records
Trackliste:
01. Frozen to The Core
02. Advent Of Chaos
03. Red Divine
04. Into The Flame
05. A Symphony Of Loss
06. Open Wounds
07. Chained
08. Night Mother

Advent Of Chaos ist das vierte Album der griechischen Melo Death Band AMONGRUINS und umfasst insgesamt neun Songs. Im Grunde bekommt man hier genau das, was man sich von modernem Melodic Death Metal erwartet, aber in überragender Qualität.
Soundtechnisch ist das Album wirklich stark. Der Mix ist breit, druckvoll und sauber produziert. Verantwortlich dafür ist Saku Moilanen, der unter anderem auch BEFORE THE DAWN mischt und genau in diese Richtung geht die Klangästhetik stellenweise auch. Alles wirkt klar definiert, nichts verschwimmt, gleichzeitig bleibt es massiv und brachial.
Stilistisch reiht sich das Album nahtlos in die bisherige Diskografie der Band ein. Die Melo Death Formel wird hier nicht neu erfunden, sondern penibel eingehalten. Anstatt mit experimentellen Ausflügen oder wilden Genre-Mischungen zu arbeiten, konzentriert man sich darauf, einen etablierten Sound weiter zu perfektionieren. Und warum auch nicht? Es trifft den Geschmack vieler Fans – und auch meinen.
Beim aufmerksamen Hören merkt man deutlich, dass die Band genau weiß, wie sie ihr Songwriting umsetzt. Die Rhythmen sitzen, die Dynamik passt und die Melodien und Harmonien funktionieren. Der Sound ist grundsätzlich bekannt, aber es ist trotzdem eine starke Leistung, diesen so präzise und wirkungsvoll zu meistern.
Über das gesamte Album hinweg sind orchestrale Samples und Synth-Flächen zu hören, die gut platziert sind und dem ohnehin schon brachialen Melo Death Sound eine zusätzliche epische Note verleihen. Sie klingen hochwertig, drängen sich nicht unnötig in den Vordergrund und unterstützen die Atmosphäre. Das trägt stark zu dieser insgesamt sehr runden Klangästhetik bei.
Beim Song „Into the Flame“ gibt es ein Feature mit Sängerin Christiana Chatzimichali, die über den gesamten Song hinweg sehr präsent ist. Ihre Stimme fügt sich gut in das klangliche Ambiente ein.
In „Open Wounds“ übernimmt George Prokopiou die Clean-Vocals. Im Duett mit den typischen Growls entsteht hier ein wirkungsvoller Aufbau.

Fazit:
Advent Of Chaos ist ein sehr rundes Melo Death Brett, das bewusst auf Experimente verzichtet und stattdessen auf Qualität und Kontrolle setzt. Es erfindet das Genre nicht neu, will es aber auch gar nicht. Stattdessen zeigt die Band, dass eine klar definierte ästhetische Linie, konsequent durchgezogen, extrem wirkungsvoll sein kann.
Das Album funktioniert, weil es genau weiß, was es sein will. Es bietet starke Produktion, solides Songwriting, eine durchgehend dichte Atmosphäre und genug epische Elemente. Für Fans von klassischem, modern produzierten Melodic Death Metal ist das hier definitiv empfehlenswert.
Manchmal braucht es keine Revolution. Manchmal reicht es, die Formel sauber umzusetzen. Und genau das passiert hier.
Punkte:
Autor: Ossian Gratzer
