Band: DURTHANG
Album: Hope
Genre: Atmospheric/ Epic Black Metal
Trackliste:
01. Hope
02. Old Misty Forest
03. In The Ruins Of Mankind
04. The Green Horseman
05. Trolls Of Doom
06. Death Of A Hero
07. Black Cloud Of Death
08. Storm
09. Shadows Fall

Hinter Durthang verbirgt sich der kroatische Musiker Morgoth, seines Zeichens auch Sänger bei Wasteland. In seinem Soloprojekt widmet er sich der Welt Tolkiens. Hope ist sein fünftes Album und ein rein digitales Release über Bandcamp.
Man meint sich bereits mit dem ersten Stück nach Mordor versetzt, was auch beabsichtigt sein wird – Namensgeber des Projektes wird nicht umsonst eine Festung in Mordor sein, deren Name auf Deutsch „Dunkelbezwinger“ lautet. Allerdings wird hier die Dunkelheit eher zelebriert als bezwungen. Die ersten Nummern des Albums sind tendenziell etwas ambientlastiger, vor allem Track 2 „Old Misty Forest“, der meines Erachtens tatsächlich eher wie ein Intro anmutet. Etwas Fahrt wird erst beim viertem Stück „The Green Horsemen“ aufgenommen, wobei mich die Synthiesounds am Anfang hier etwas irritieren. Sie klingen für meine Ohren etwas zu prägnant und hätte man etwas mehr in den Gesamtsound einbetten können. Dasselbe fällt mir auch bei einigen weiteren Stücken auf. Aber immer nur zu Beginn, vielleicht ist es auch Absicht. Die herausragendsten Nummern sind für mich „Death Of A Hero“ und das epische „Storm“. Hier hört man auch endlich mal eine Gitarre, was dem Gesamteindruck gut tut. Es klingt so alles noch rauer und verwunschener, wie man sich halt Mordor vorstellt. Überrascht hat mich die letzte Nummer „Shadows fall“. Nach dem wieder etwas gewöhnungsbedürftigen Intro wird richtig losgelegt mit atomsphärischem Black Metal und man vergisst, dass man hier doch über weite Strecken mit eher getragenen Klängen zu tun hat.

Fazit:
Abwechslungsreichtum und epische Atmosphäre sind die großen Stärken dieses Albums. Auf Vocals wird gänzlich verzichtet, was mir hier aber überhaupt nicht abgeht. Diese entrückte Stimmung wird durch Abwesenheit einer menschlichen Stimme höchstens noch intensiviert. Das Einzige, was mich irritiert hat, waren die teilweise scharf klingenden Synthis am Anfang einiger Stücke, was aber den überaus positiven Gesamteindruck kaum gestört hat.
Punkte:
Autor: Lisa T.
