Band: TEMPLE OF DECAY
Album: Profanus
Genre: Black/Death Metal
Label: Old Temple
Trackliste:
01. Wojna Martwy Bóg I Błazen
02. Chwalmy Śmierć (Hail To Death)
03. Odrzuć Swój Krzyż
04. Gniew
05. Miłosierdzie
06. Bierzcie i Żryjcie

TEMPLE OF DECAY ist ein One Man Black/ Death Metal-Projekt aus Polen. Gegründet wurde dieses 2019 vom Musiker Mortt in der polnischen Stadt Tomaszów Lubelski. Mittlerweile ist der Solist in der irischen Hauptstadt Dublin zu Hause. Der emsige Multi-Instrumentalist veröffentlichte bisher im Zweijahres-Takt ein neues Release. Nach einer EP (2020) folgten 2022 und 2024 die ersten beiden Longplayer. Im Februar 2026 erschien das vorliegende dritte Album des gebürtigen Polen. Es trägt den Titel Profanus und wird über das in Polen ansässige Label Old Temple vertrieben. Der Silberling wurde mit 6 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für ca. 34 Minuten.
Der Opener „Wojna Martwy Bóg I Błazen“ ist mit knapp 9 Minuten Laufzeit gleich ein ordentliches Mammut-Werk. Dieser baut sich in der ersten Minuten auf und nimmt danach an Fahrt auf. Man bekommt vom polnischen Solisten einen guten Mix aus Death- und Black Metal geboten. Dabei wird nicht an eingängigen Melodien gespart und auch punkto Tempo-Wechsel wurde gut ausbalanciert. Die Atmosphäre wirkt düster und episch zugleich. Der Sound ist minimal dumpf, es sind jedoch alle Instrumente präsent wahrnehmbar. Der Musiker weiß genau wie er die Hörerschaft bei Laune halten muss, trotzdem ist der Track zu lange ausgefallen und zum Ende hin kämpft man doch schon mit der Konzentration. Im weiteren Album-Verlauf bleibt TEMPLE OF DECAY seinem musikalisch eingeschlagenen Weg treu. Dies hat zur Folge, dass das Songwriting ab der Mitte Abnutzungserscheinungen bekommt und man kaum noch von der Performance überrascht wird. Jeder Song für sich weiß zu überzeugen, aber in der Gesamtbetrachtung wirkt alles sehr ähnlich und man verliert rasch den Überblick über die Track-List. Ich hätte mir etwas mehr Mut zur Innovation gewünscht um unberechenbarer zu wirken und um so den Zuhörer dauerhaft in seinen Bann zu ziehen. So bleibt es bei einer ansprechenden Leistung, bei der einzelne Songs gut nachhallen aber das Gesamt-Werk zu wenig Eindruck hinterlässt.

Fazit:
TEMPLE OF DECAY liefert mit Profanus wieder ein grundsolides Black/ Death Metal-Werk ab. Betrachtet man jeden Song für sich, weiß jeder zu gefallen. Reflektiert man jedoch das gesamte Werk, fehlt es doch an der nötigen Abwechslung, da die Tracks zu ähnlich aufgebaut sind. Genre-Fans sollten der Scheibe trotzdem Aufmerksamkeit widmen, weil der Solist einiges auf dem Kasten hat!
Punkte:
Autor: Thomas Mais-Schöll
