MOSS UPON THE SKULL – Quest For The Secret Fire (2024)

 

Band: MOSS UPON THE SKULL
Album: Quest For The Secret Fire
Genre: Progressive Death Metal

Trackliste:
01. Dwelling On Charnel Grounds
02. Heretical Experiments In The Subterranean Citadel
03. Reprisal From The Deep
04. Paths Towards Chrysopoeia Pt. I
05. Initiation To The Extracorporeal Odyssey
06. Writhing Through The Nebulae of Macrocosmic Disharmony
07. Woe To The Goldmakers (Paths Towards Chrysopoeia Pt. II)
08. Quest For The Secret Fire (Theurgic Practice)

MOSS UPON THE SKULL ist ein Progressive Death Metal-Vertreter aus Belgien. Gegründet wurde die Band 2010 in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Bisher haben die Belgier eine EP (The Scourge Of Ages / 2016) und mit In Vengeful Reverence und Quest For The Secret Fire zwei Longplayer in ihrer Discografie stehen. Quest For The Secret Fire kam im November 2024 auf den Markt, wurde mit 8 Tracks bestückt und bietet Unterhaltung für ca. 38 Minuten.

Mit „Dwelling on Charnel Grounds“ schaffen MOSS UPON THE SKULL einen sehr guten Einstieg. Die Jungs mischen dabei groovigen Death Metal mit progressiven Elementen und sehr technisch affienen Riffs und daraus entsteht eine sehr gut hörbare Kost, die auch Genre-Neulingen gefallen könnte. Besonders sticht dabei ein dominanter Bass ins Ohr. Gesanglich wurden tiefe Growls hinzugefügt, aber auch Clean-Vocals sind im Laufe des Albums zu hören. Mit düsterer Atmosphäre geht es dann im zweiten Titel „Heretical Experiments in the Subterranean Citadel“ ans Werk. Leider kann man das mitreißende Flair aus dem Eröffnungs-Song nicht ganz mitnehmen und so fehlt es diesem Track etwas an Druck und er lebt mehr von der leicht beklemmenden Atmosphäre und einem hohen Prog-Anteil. Zwar schafft man im dritten Track „Reprisal from the Deep“ auch nicht ganz den Spagat zwischen den Genres wie zu Beginn, aber die Belgier können wieder mehr Druck aufbauen und performen wieder auf technisch hohem Niveau. Mit leichtem Djent-Anleihen startet dann der vierte Titel „Paths Towards Chrysopoeia Pt. I“ und damit kann man den Zuhörer sofort aufs neue begeistern. Die Mischung Technik, Groove und Prog erfordert zwar die voll Aufmerksamkeit des Zuhörers, aber wer sich darauf einlässt, wird mit einigen feinen Details belohnt. Im darauffolgenden „Initiation To The Extracorporeal Odyssey“ kann man am Anfang mit einer Sludge-Einlage überraschen, die dann in einen schleppenden Doom-Riff übergeht und durch Synths begleitet wird. Dieser instrumentale Track ist wirklich gut gelungen. In ähnlicher Manier agieren MOSS UPON THE SKULL auch im folgenden „Writhing Through The Nebulae of Macrocosmic Disharmony“. Diesmal wieder mit Gesang und man fragt sich wie der instrumentale Titel wohl mit Vocals geklungen hätte. In trashiger Manier, mit progressiven und groovigen Parts, wird dann der vorletzte Track „Woe To The Goldmakers (Paths Towards Chrysopoeia Pt. II)“. Für mich stellenweise einer der stärksten Titel mit gutem Wiedererkennungswert. Abgeschlossen wird das Album mit dem knapp acht Minuten langem Song „Quest For The Secret Fire (Theurgic Practice)“. Hier hat man das Gefühl, dass die Belgier noch zeigen wollen wieviel in ihnen steckt und sie verbinden fast alle eingebrachten Anleihen in diesem Werk. Also ein mehr als würdiger Abschluss eines gelungenen Longplayers!

Fazit:
MOSS UPON THE SKULL sind ein absoluter Geheim-Tipp für Fans von progresssivem Death Metal. Die Belgier klingen innovativ und können immer wieder mit ihrem Mix für eine Überraschung sorgen. Sie klingen zu keiner Zeit langweilig und fordern die volle Konzentration des Zuhörers ein. Also nicht zum nebenher hören geeignet da man sich die Zeit nehmen muss um den vollen Umfang der Performance zu erkennen.

Punkte:

Autor: Thomas Mais-Schöll