Band: DETESTIAL
Album: Conjuring The Age Of Mayhem
Genre: Black/Thrash Metal
Label: Undercover Records/Evil Spell Records
Trackliste:
01. The Elder’s Curse
02. Storms Of Armageddon
03. Conjuring The Age Of Mayhem
04. Throne Bearers Of Hate
05. As Demons Rip The Skies
06. Unholy And Unbound
07. Besmeared Withe The Angel’s Blood
08. Nemesis Of Light
09. Anthem Of Damnation

Die 2020 gegründete Black/Thrash-Partie DETESTIAL veröffentlicht mit Conjuring The Age Of Mayhem ihr erstes Studioalbum und beschwört – wie der Albumtitel bereits erahnen lässt – das absolute Chaos herauf. Von klarer Subgenre-Zuordnung kann auf dem neun Tracks starken Longplayer bereits ab Track eins, „The Elder’s Curse“, keine Rede sein. Nach bedrohlich anmutendem Gitarrenintro wird im feinsten ABSU-Stil losgehämmert, bis die Nummer bricht und sich eher in eine rein blackige Richtung bewegt.
„Storms Of Armageddon“ kommt um einiges härter und unsortierter im Riffing daher, wartet mit dem ein oder anderen Hyperblast auf und lässt die Arbeit an den Leads ebenso wenig zu kurz kommen wie der Titeltrack „Conjuring The Age Of Mayhem“, der ebenfalls mit unbarmherziger Härte, hervorragenden Gitarrenparts und eindeutig thrashiger Basslinie aufwartet.
Eindeutige Einflüsse der großen Black-Thrasher wie AURA NOIR oder ABSU lassen sich auch in „Throne Bearers Of Hate“ nicht verleugnen. Die pfeilschnelle Nummer glänzt durch reißende Blasts, durchdachtes Riffing und eine klare Melodieführung, die trotz geradlinigem Aufbau nie monoton wirkt – ein Muster, das sich ebenso in „As Demons Rip The Skies“ und „Unholy And Unbound“ fortführt.
„Besmeared With The Angel’s Blood“ kommt wieder deutlich thrashiger daher, ist durch das deathigere Riffing jedoch aufwendiger gehalten als die vorhergehenden Tracks, auch wenn die typisch blackigen Blasts erhalten bleiben. Insgesamt ist die Linienführung weniger geradlinig, was einen leicht unstrukturierten und unrunden Eindruck hinterlässt und die Nummer im Albumkontext etwas unstimmig wirken lässt.
Die vorletzte Nummer „Nemesis Of Light“ fügt sich hingegen wieder perfekt in den dunkel-düsteren Albumkontext ein und kommt fast schon melodisch daher, auch wenn das Tempo weiterhin pfeilschnell bleibt.
Der Closer „Anthem Of Damnation“ überrascht schließlich mit harmonischem Soundbild, starker Arbeit an den Leads und einer durchdachten Melodieführung. Bissiges Riffing, rasende Blasts, gezielt gesetzte Breaks und mehrere prägnante Gitarrenlinien leiten ein durchaus gelungenes, wenn auch wenig individuelles Album würdig aus.

Fazit:
Conjuring The Age Of Mayhem ist ein roh aggressives und handwerklich solides Release, das seine Stärken klar in Tempo, Riffarbeit und klassischer Black/Thrash-Attitüde hat. DETESTIAL liefern durchgehend Druck, überzeugende Leadarbeit und genretypische Raserei, ohne jedoch einen wirklich eigenen Fingerabdruck zu hinterlassen. Trotz einzelner sehr starker Tracks bleibt das Album insgesamt eher funktional als prägend – ein guter, kompromissloser Erstling, dem es noch an klarer Eigenständigkeit und nachhaltigem Wiedererkennungswert fehlt.
Punkte:
Autor: Nicki
