CHAOS OVER COSMOS – The Hypercosmic Paradox (2025)

 

Band: CHAOS OVER COSMOS
Album: The Hypercosmic Paradox
Genre: Melodic Technical Death Metal

Trackliste:
01. Nostalgia For Something That Never Happened
02. When The Void Laughs
03. Event Horizon Rebirth
04. The Cosmo-Agony: Requiem
05. The Fractal Mechanism

The Hypercosmic Paradox ist das jüngste Kapitel des polnischen Projekts CHAOS OVER COSMOS, das seit 2017 von Multi‑Instrumentalist Rafał Bowman betrieben wird. Bekannt für seine eigenwillige Mischung aus technisch anspruchsvollem Metal, kosmischer Atmosphäre und programmierter Elektronik, erscheint dieses Album als konzentrierter Ausdruck dieser Vision. Für die Vocals wurde diesmal der pakistanische Sänger Taha Mohsin verpflichtet, der Bowmans kompositorische Ideen mit gutturalem Druck und einer lyrischen Ausrichtung auf düstere, universale Themen ergänzt.

Vom ersten Ton an führt The Hypercosmic Paradox in eine raumzeitliche Klangwelt, die von extrem schnellen Riffs, komplexen Lead‑Passagen und ausgeprägter Synth‑Untermalung bestimmt wird. Das eröffnende „Nostalgia for Something That Never Happened“ setzt mit intensivem Gitarrenspiel und programmierten Drums einen Fokus auf Geschwindigkeit und technische Finesse. In der Folge zeigt sich ein Wechselspiel zwischen furiosen, fast videogame‑artigen Sequenzen und atmosphärischeren, progressiven Momenten, besonders spürbar in der zentrumsbildenden Komposition „Event Horizon Rebirth“. Die Produktion ist klar, erlaubt Details der komplexen Arrangements und lässt Raum für räumliche Effekte und Synth‑Texturen, die dem Album seinen „kosmischen“ Charakter geben – ein Klangbild, das strukturiert, dicht und doch atmosphärisch bleibt.
Bowmans instrumentaltechnisches Niveau steht im Zentrum des Albums: seine Gitarrenarbeit ist extrem präzise und reicht von rasenden, technischen Läufen bis zu eingängigen melodischen Momenten. Die Kombination aus Lead‑Gitarren, Synths und den drum‑programmierten Beats ergibt ein Paket, das zwar einen starken Fokus auf Geschwindigkeit legt, dabei jedoch nicht in bloße Virtuosität verfällt, sondern immer wieder bewusst Spannung und Stimmung erzeugt. Die gutturalen Vocals von Taha Mohsin fügen sich kraftvoll ein und verstärken die düstere, nahezu kosmische Atmosphäre, ohne dabei die instrumentalen Elemente zu überdecken.
„Event Horizon Rebirth“ gilt dabei als zentraler Moment des Albums: Ein Stück, in dem technische Virtuosität und melodische Breite optimal zusammenspielen und was die musikalische Dichte des Werks besonders gut bündelt. Durch das klare Songwriting trotz komplexer Strukturen entsteht ein narrativer Fluss, der sich vom ersten bis zum letzten Track nachahmenswert entwickelt. Zudem fungiert das kurze Schlussstück „The Fractal Mechanism“ als sphärischer Ausklang, der die Reise durch die kosmischen Klänge des Albums auf eine fast meditative Weise abrundet.

Fazit:
The Hypercosmic Paradox ist ein Album, das Progressive/Tech‑Death‑Metal in eine futuristische Sphäre hebt: dicht, energiegeladen und instrumental anspruchsvoll. CHAOS OVER COSMOS verbinden technische Raffinesse, kosmische Klanglandschaften und eine ausgeprägte Atmosphäre zu einem kohärenten Ganzen, das sowohl Fans komplexer Gitarrenarbeit als auch Hörer anspricht, die sich auf experimentellere, genreübergreifende Klangerfahrungen einlassen wollen. Mit einem ausgeprägten Fokus auf Tempo, melodischer Tiefe und soundästhetischer Weite bleibt dieses Werk ein markantes Statement im Jahresende 2025.

Autor: Elfi Davis